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fremde.heimat.bibel
Ausstellung

Ab Januar 2017
Bibelhaus Erlebnis Museum - Metzlerstraße 19, 60594 Frankfurt a.M.

Rund 7.000 Sprachen gibt es auf der Welt. In fast 3.000 Sprachen wurde die Bibel bis heute übersetzt. Schon in der Antike gab es biblische Abschnitte nicht nur auf Hebräisch, sondern auch auf Griechisch und später auf Latein. Früh gab es Übersetzungen in andere Sprachen rund um das Mittelmeer.
Heute ist die Bibel auf allen Erdteilen in vielen Muttersprachen zuhause, auch in ganz entlegenen Gebieten. So unterschiedlich die Menschen, die Kulturen und die Sprachen sind: Vielen sind die Geschichten der Bibel vertraut über alle Grenzen hinweg.

Martin Luther war einer der nachhaltigsten Übersetzer in die deutsche Sprache und schaffte mit seiner bahnbrechenden Übersetzung im ausgehenden Mittelalter eine Reform, die bis heute anhält. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts führte die bibelgesellschaftliche Bewegung zu einem Übersetzungsboom. Bibeln wurden in alle Teile der Welt an Menschen verteilt – immer in deren Muttersprache.

Heute kommen diese Bibeln zurück – im Gepäck der Zugewanderten. Sie tragen zur Vielfalt unserer modernen Gesellschaft bei.

Die Ausstellung erzählt vom exemplarisch von Christinnen und Christen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, die in den vergangenen 60 Jahren nach Deutschland zugewandert sind und hier eine neue Heimat gefunden haben.

Zum 500. Reformationsjubiläum erwarten Besucherinnen und Besucher außerdem Drucke und Autographen aus fünf Jahrhunderten Kirchen- und Kulturgeschichte. Dazu gehören neben der Wartburgübersetzung Martin Luthers von 1522 im Original weitere Erstdrucke und Autographen der Reformationszeit von Martin Luther bis Jean Calvin.
MENSCH, FRAU, MUT
Foto-Ausstellung mit Bildern von Alexandra Lechner

7. März bis 7. Mai 2017
Haus am Dom - Domplatz 3, 60311 Frankfurt

„Migrantin“ – Ein Wort reicht und der Film in den Köpfen läuft. In der Hauptrolle: eine benachteiligte Frau. Mit dem Fotoprojekt „Mensch, Frau, Mut“ möchte Alexandra Lechner diesen Film wenigstens für ein paar Momente anhalten. Und den Blick für eine neue Perspektive öffnen.

Mit den Bildern von mutigen und schönen Frauen, die sich ihre Chancen erarbeitet und Freiräume geschaffen haben.
Walking in Wiesbaden
Ausstellung von Ella Dreyfus

11. März bis 14. Mai
Aktives Museum für Deutsch-Jüdische Geschichte - Spiegelgasse 9, 65183 Wiesbaden

Kunterbunte Buchstaben aus weichem Stoff bilden kurze Schriftzüge. Was auf den ersten Blick harmlos erscheinen mag, ist es keineswegs. Das fröhliche und lebendige Arrangement von Buchstaben formt Doppel-Botschaften. Diese setzen sich durchgängig aus Namens-Teilen und Hinweisen wie „Ich bin Jüdin“ zusammen. Die australische Aktions- und Foto-Künstlerin Ella Dreyfus erinnert damit an ihre jüdischen Vorfahren, die einst in der Region Wiesbaden lebten und wirkten. Nicht nur die Familien Dreyfus und Brettheimer waren hier beheimatet; Ihre Urgroßeltern Ida und Albert Ransenberg wohnten in der Richard-Wagner-Straße. Beide wurden 1942 in Konzentrationslagern ermordet. Mit ihren Installationen im öffentlichen Raum setzt Ella Dreyfus unübersehbare Zeichen jüdischen Lebens und nimmt Orte in Beschlag, die sie auf ihren Erinnerungsstreifzügen durch unsere Stadt erkundet hat. Anschließend dokumentiert sie ihre kurzen Eingriffe in einen oft grauen und geschichtsvergessen Alltag mit der Kamera.

Die in der Ausstellung gezeigten fotografischen Arbeiten von Ella Dreyfus und ihre Rauminstallation lassen die Besucher*innen daran teilhaben, wie die Künstlerin sich mit ihrer Familiengeschichte, mit sich selbst, mit Orten absehbarer und unerwarteter Verstörung und Erheiterung, mit Menschen und Kunst auseinandersetzt.

Ella Dreyfus ist Lehrbeauftragte für Fotografie und Leiterin des öffentlichen Veranstaltungsprogramms an der National Art School, Sydney, Australien. Sie hat als preisgekrönte Künstlerin mit vielen Einzelausstellungen Aufsehen erregt. 2013 war sie Artist-in-Residence an der Cité Internationale des Arts (Paris) und wurde 2014 ausgewählt für die Visual Arts Research in Culture Residency am Banff Center in Kanada. 2013 wurde ihre Fotografie Transman im Musée du quai Branly in Paris ausgestellt. Sie promovierte im Bereich Bildender Kunst an der Universität von New South Wales in Australien.
Bibel, Sprache, Wahrhaftigkeit
Ausstellung

12. März bis 14. Mai 2017
Goethe-Museum - Jacobistraße 2, 40211 Düsseldorf

In einer Ausstellung aus Beständen der Sammlung Anton und Katharina Kippenberg zeigt das Goethe-Museum im Jahr der 500. Wiederkehr der Reformation die vielfältige Bedeutung Luthers für Goethes Denken und die theologisch-literarische Auseinandersetzung im eigenen Werk. Der bibelfeste Jurastudent Goethe schätzte die Klarheit des lutherischen Ausdrucks, gerade in der Jugend die deftig-derbe Sprache des Theologen. In dieser Zeit der Orientierung des eigenen Ich entwickelt sich besonderes Interesse für die Bedeutung des 16. Jahrhunderts. Zahlreiche Werke, wie "Götz von Berlichingen", "Torquato Tasso" und "Faust" I und II wurzeln in dieser Zeit der Entdeckungen und beginnenden intellektuellen Selbstwahrnehmung des Menschen. Sprache ist Instrument der Verständigung, und die Macht des Wortes wird im Herzen erfahren.

Auf drei Ebenen ereignet sich die Begegnung Goethes mit Luther. Er achtet die kämpferische Persönlichkeit des Reformators, er bewundert die monumentale Leistung der Bibelübersetzung, und er verwendet als Dichter eine wesentlich von Luther bereitgestellte Sprache und Rhetorik. Goethes Werk ist durchdrungen von Formulierungen und Sentenzen, die ihren Ursprung in Luthers Sprache der Bibel haben. In "Faust I", Szene Auerbachs Keller, findet sich die sogenannte "Lutherstrophe", die "Walpurgisnacht" verweist anspielungsreich auf biblische Figuren. In seiner Autobiographie "Dichtung und Wahrheit" werden die persönlichen Erfahrungen mit der Wirkung des "Befreiers aus der geistlichen Knechtschaft" als Annahme wie Ablehnung geschildert und eingeordnet. 1816/17 wird der alte Goethe während der "Divan"-Zeit mit dem Fest zum 300jährigen Reformationsjubiläum konfrontiert. Zwischen west-östlichem Dialog und der Weltreise von Faust, seinem "Hauptgeschäft", stehend, gerät dieses Ereignis zu einer besonderen Herausforderung, die es literarisch zu gestalten gilt.

Wertvolle originale Handschriften, darunter eigenhändige Briefe und Manuskripte, Stammbücher, Erstausgaben, Almanache, Porträts, Landschaftsansichten veranschaulichen eine neue Dimension des Luther-Verständnisses im 18. und 19. Jahrhundert. Luthers Aussagen erhalten durch Goethes geistige Durchdringung einen Vermittlungsimpuls in die Moderne.
Cherchez la Femme. Perücke, Burka, Ordenstracht
Ausstellung

31. März bis 2. Juli 2017
Jüdisches Museum Berlin - Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin

Schlagzeilen und Bademode, Kopftücher und Demonstrationen, Modeschauen und Papstaudienzen: wie viel Religiosität säkulare Gesellschaften vertragen, zeigt eine aktuelle Intervention. In den 1950/60er Jahren trugen Stilikonen wie Grace Kelly das Kopftuch als modisches Accessoire. Heute bedecken Frauen vor allem in  religiösen Zusammenhängen ihre Haare. Diese Traditionen reichen zurück bis in die Antike, als Status und Mode bestimmten, welche Frauen sich verhüllten. Noch immer gilt das Haar vielen Kulturen als zu intim, um es öffentlich zu zeigen.

Heute finden Frauen in Judentum und Islam neue Wege, um ihre religiösen Traditionen mit einem modernen Lebensstil zu verbinden. Konflikte in männlich geprägten Gesellschaften bleiben nicht aus, die Grenzen des Akzeptablen sind stets neu zu verhandeln.
Die Ausstellung Cherchez la femme zeigt eine Auswahl assoziativer Positionen zur Verhüllung von Kopf und Körper. Dabei treffen traditionelle Vorstellungen auf aktuelle Mode, Religion auf säkulare Gesellschaften.
Wie beschreiben diejenigen, die im Eifer der Debatte gern überhört werden, selbst ihre Situation? Ob regelkonformer Islam oder Kulturmusliminnen, Religion als Privatsache oder Kopftuch als Zeichen kultureller Selbstbestimmung – Frauenstimmen aller Richtungen kommen in der Schau zu Wort. Ergänzend stellen wir Arbeiten jüdischer und muslimischer Künstlerinnen aus, die sich mit der Dynamik zwischen Tradition und Teilhabe an der Gesellschaft und ihren aktuellen Diskursen individuell auseinander­setzen.
Sehr evangelisch - typisch Hannover!?
Ausstellung

30. Oktober 2016 bis 6. August 2017
Historisches Museum Hannover - Burgstraße/Holzmarkt, 30159 Hannover

In Hannover sind mit der EKD, VELKD, UEK und dem Reformierten Bund die Spitzenverbände des deutschen Protestantismus ansässig. Gehört diese hohe Dichte evangelischer Institutionen zu den besonderen Eigenschaften dieser Stadt? Ist sie typisch für Hannover?

Die Bedeutung Hannovers als Zentrum protestantischer Organisationen geht auf den Bischof der Landeskirche Hannovers Hanns Lilje (1899-1977) zurück, der sein Amt 1947 antrat. Als Gegner des NS-Regimes und der „Deutschen Christen“ war er 1944 in Gestapo-Haft genommen und 1945 von US-Truppen befreit worden. Mit ihm verbinden sich das intensive Bemühen um Verständigung und Aussöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern, ein hohes Engagement in der
internationalen ökumenischen Bewegung sowie im Weltrat der Kirchen.Theologisch richtete sich sein Wirken außerdem besondersauf die Arbeitswelt der Menschen. Lilje erkannte die Bedeutung moderner Kommunikationsmedien für die theologische Arbeit, nutzte dazu den Rundfunk und gründete u.a. das „Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt“. Hanns Lilje gehört zu den Mitbegründern der Deutschen Evangelischen Kirchentage, die seit 1949 fünfmal in Hanno-
ver stattfanden. Besondere Aufmerksamkeit erreichten die hannoverschen Kirchentage der Jahre 1967 und 1983, die im Zeichen von Frieden und Abrüstung standen und zu denen sich mehr als 100.000 Menschen versammelten.

Aus Anlass des Reformationsjubiläums erhält die große Ausstellung „Typisch Hannover!?“ im Historischen Museum eine wichtige Erweiterung unter dem Titel „sehr evangelisch“.

Eine Kooperation des Historischen Museums Hannover und der Hanns-Lilje-Stiftung.
NEVER WALK ALONE: Jüdische Identitäten im Sport
Ausstellung

22. Februar 2017 bis 7. Januar 2018

Jüdisches Museum München - St.-Jakobs-Platz 16, 80331 München

Ernst Emanuel Simon verließ den Berliner Sport Club nach antisemitischen Erfahrungen als Soldat im Ersten Weltkrieg. Er trat 1918 dem Jüdischen Turn- und Sportverein Bar Kochba bei. Neben seinem Medizinstudium in Würzburg wurde er 1919 Berlin-Brandenburgischer Meister sowie 1921 Bayerischer Meister im 800-Meter-Lauf. Er war Mitbegründer des Makkabi-Weltverbandes und wanderte 1924 nach Palästina aus. Dort setzte er sich für die Institutionalisierung des Sportunterrichtes ein. Er war Mitorganisator der ersten Makkabiade 1932, den ersten jüdischen Weltsportspielen in Palästina. Vor allem war er ein Pionier der Sportmedizin. Sein Foto beim Zieleinlauf im August 1919 ist das Eröffnungsbild der Ausstellung "Never Walk Alone. Jüdische Identitäten im Sport."

In den beiden Ausstellungsebenen positionieren sich Sportlerinnen und Sportler und Fans jüdischer Herkunft in der Sportarena. Die Konzentration auf einzelne Biografien erlaubt es einerseits, die Selbstwahrnehmung der Sportlerinnen und Sportler zu betrachten und andererseits auch Zuschreibungen von außen offenzulegen. Die Anfänge der Sportbegeisterung sind ebenso Thema wie die facettenreichen 1920er Jahre sowie Ausgrenzung und Verfolgung während des Nationalsozialismus. Der Bogen wird von jüdischen Überlebenden in den Displaced-Person Camps der deutschen Nachkriegszeit über sportliche Positionierungen von Deutschen jüdischer Herkunft in der Emigration gespannt; bis hin zu athletischen Leistungen, die in den letzten Jahren Beiträge zum lokalen Sportgeschehen liefern.

Der Titel der Ausstellung !Never Walk Alone" ist inspiriert von dem Lied "You'll Never Walk Alone", das ursprünglich für das Musical "Carousel" geschrieben wurde. Der Liedtexter Oscar Hammerstein II. und der Komponist Richard Rodgers, übrigens beide jüdisch-amerikanischer Herkunft, vermitteln hierin Zugehörigkeit, Motivation, Trost und Unterstützung für die Protagonistin. In den Sportarenen ist die Idee der Singenden — inzwischen nicht mehr nur beim FC Liverpool — vergleichbar.

Katalog zur Ausstellung
Never Walk Alone. Jüdische Identitäten im Sport
Herausgegeben von Jutta Fleckenstein und Lisa-Maria Tillian-Fink. Mit Beiträgen von Michael Brenner, Gabriel N. Finder, Anke Hilbrenner, Robert Jütte, Wolf-Dietrich Junghanns, Hans Joachim Teichler, Moshe Zimmermann u.a. und Zitaten von Alfred Flatow, Max Nordau, Kurt Landauer, Vicki Baum, Walther Bensemann, Paula Stuck v. Reznicek, u.a.
Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin 2017, 240 Seiten, 24,90 Euro. ISBN 978-3-95565-193-0

Religramme – Gesichter der Religionen
- eine Mitmach-Wanderausstellung in Niedersachsen und den sozialen Medien

05.02. - 05.03.2017 - Peine
10.03. - 06.04.2017 - Osterrode/Harz
10.04. - 30.04.2017 - Uelzen
03.05. - 24.05.2017 - Osnabrück
29.05. - 21.06.2017 - Hannover

In der Ausstellung „Religramme – Gesichter der Religionen“ stellen sich 20 Frauen und Männer aus 20 unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und Kulturen vor. Viele von ihnen leben noch nicht immer in Deutschland und haben Traditionen aus ihren Heimatländern mitgebracht. Davon erzählen sie und von ihrem Glauben. Außerdem nehmen sie die Besucher mit an die Orte ihrer Religionen, stellen ihre Musik vor und gewähren Einblicke in ihr Leben. Das Besondere: Der Besucher kann auch Teil der Ausstellung werden – mit Hilfe der Sozialen Medien.

Die Wanderausstellung soll in mindestens 15 niedersächsischen Städte gezeigt werden und vielleicht auch in anderen Bundesländern. Vor Ort werden die unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften einbezogen. Sie bieten Führungen in ihren Gebetshäusern und Vorträge oder andere Veranstaltungen an. Eine wichtige Rolle spielt der digitale Teil der Ausstellung. Dort beantworten die Menschen zu den Gesichtern der Ausstellung viele Fragen. Zum Beispiel „Was ist dir wichtig an der Tradition deiner Religion?“ oder „Wie stehst du zu Menschen mit einem anderen Glauben?“

Konzeption der Ausstellung: Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Religramme auf religionen-entdecken.de
Die ökumenische Zusammenarbeit der Kirchen und ihre politische Verantwortung
Hanns-Lilje-Forum 2017

29. März 2017 - 18.00 Uhr
Neustädter Hof- und Stadtkirche, Rote Reihe 8, Hannover

In gemeinsamen Erklärungen der Kirchen zur wirtschaftlichen und sozialen Lage oder zur Sterbehilfe ist es in den vergangenen Jahrzehnten gelungen, wichtige politische und gesellschaftliche Debatten anzustoßen. Gleichzeitig wirken andere Erklärungen weichgespült, um nicht zu polarisieren. In welchen Bereichen ist eine gemeinsame politische Verantwortung heute dringend erforderlich? Was ist notwendig, damit die Kirchen auch künftig in gesellschaftlichen Debatten Gehör finden und eine politische Willensbildung anstoßen?

Vortrag:
Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg,
Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Bonn

Anschließende Podiumsdiskussion mit
Präsidentin Dr. Stephanie Springer,
Landeskirchenamt der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Michael B. Berger,
Leiter der Niedersachsenredaktion der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
und dem Vortragenden


Im Rahmen des Forums wir der diesjährige "Hanns-Lilje-Stiftungspreis Freiheit und Verantwortung" zum Thema "Wissenschaft, Technik und Wirtschaft für das Leben" verliehen.

Laudatorin: Carola Schwennsen

Im Anschluss freuen wir uns auf angeregte Gespräche am Buffet. Musik: Thomas Zander, Saxophon
Von Abba bis Zorn Gottes: Irrtümer aufklären - das Judentum verstehen
Akademie vor Sieben

30. März 2017 - 18:00 Uhr
Katholische Akademie in Berlin - Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

Entscheidende Fragen stehen zwischen Juden und Christen, die sich aus dem Lesen der Schriften und dem eigenen Glaubensverständnis ergeben. So sehen manche Christen den Kriegsgott im Alten Testament, der mit Jesus von Nazareth zum Gott der Liebe wird.

So sehen manche Christen den Kriegsgott im Alten Testament, der erst mit Jesus von Nazareth zum Gott der Liebe wird. Auch die Beziehung Jesus zu seinem jüdischen Volk und ob Jesus den Bund der Beschneidung und Einhaltung der Speisegesetze aufgehoben hat, werfen eine Reihe von Fragen auf.

Gastreferenten: Dr. Norbert Reck, München und Professor em. Dr. Micha Brumlik, Berlin
Muhammad: Was wissen wir über ihn?
Religionen im Gespräch

30. März 2017, 19 bis 21 Uhr
Haus der Religionen - Zentrum für interreligiöse und interkulturelle Bildung e.V. - Böhmerstraße 8, 30173 Hannover

Wenige Personen sind so umstritten wie der Prophet Muhammad. Für überzeugte Muslime ist er der Lehrer schlechthin, ein Vorbild in jeder Lebenslage, moralisch ohne Fehl und Tadel. Für andere ist er ein brutaler Stammesführer, der fortgesetzt Kriege führte und minderjährige Mädchen heiratete. Wieder andere bezweifeln, ob er überhaupt je gelebt hat und nicht vielmehr eine Erfindung seiner Anhänger ist.
Was wissen wir über Muhammad? Und wie hat man sich die Entstehung des Islam vorzustellen?

Prof. Dr. Wolfgang Reinbold im Gespräch mit Mohammed Nekroumi und Jens Scheiner.

Anmeldung mit Kontaktdaten erbeten an: info@religionen-im-gespraech.de
"...und plötzlich fang ich an zu singen"
Frauen geben Einblicke in die Kraftquellen ihres Alltags
Veranstaltungsreihe von Frauen für Frauen

2. April 2017 - 14:00 Uhr
Islamische Gemeinschaft Jama'at-un Nure.V., Dieckbornstr.11, Hannover

Dieses Frauenprojekt wird von Jüdinnen, Christinnen, Musliminnen, Buddhistinnen, Hindus und Bahai vorbereitet.

"Was ist der Sinn dieser Pilgerreise für dich?", frage ich die junge Muslima. "Seelenfrieden", antwortet sie mir. In der Moschee in Linden hören wir von den religiösen Hintergründen der muslimischen Hadsch. Auch Buddhistinnen und Bahai berichten von ihren Pilgerfahrten.

Diese Reihe lädt Frauen aus allen Religionen und Kulturen dazu ein, Kraftquellen von Frauen kennenzulernen, diese selbst auszuprobieren und sich auszutauschen, um diese Quellen als kleine Schätze für sich zu bewahren und sie im Alltagsleben zu aktivieren. Jeder Nachmittag ist einem Thema gewidmet, das von Frauen aus mindestens zwei Religionsgemeinschaften beleuchtet wird.

In Workshops haben alle die Möglichkeit ihre Erfahrungen einzubringen.

Bitte melden Sie sich fünf Tage vor der jeweiligen Veranstaltung an:
canisius-yavuz@haus-der-religionen.de

Wir freuen uns auf eine gemeinsame Zeit mit Ihnen.

Kostenbeitrag: 3,00 Euro
Religionen laden ein...
Zu Gast im Sri Muthumariamman Tempel


12. April 2017 - 11:30 Uhr
Sri Muthumariamman Tempel, Carl-Buderus-Str.3, Hannover

In Hannover leben Menschen fast aller Religionen und Konfessionen. Möchten Sie sich mit uns auf den Weg machen und sie in ihren Gemeinden und Gemeinschaften kennen lernen und mit ihnen ins Gespräch kommen?

Dann bietet Ihnen diese Begegnungsreihe die Möglichkeit dazu. Bei jeder Veranstaltung treffen wir auf Menschen, die uns durch ihr Gemeindezentrum führen, ihren Glauben erläutern und Zeremonien anschaulich beschreiben.

Rajiny Kumaraiah wird eine kleine Einführung zum Tempel und eine Hinführung zur Puja geben, die man anschließend miterleben kann. In der hinduistischen Puja wird die Gottheit wie ein geladener und verehrter Gast behandelt. Die Gottheit nimmt in ihrer Statue Platz, bekommt Wasser und Erfrischungen gereicht und wird schließlich mit der Bitte um Segen entlassen.

Anmeldung im Haus der Religionen erforderlich:
canisius-yavuz@haus-der-religionen.de

3,00 Euro Teilnahmegebühr

Veranstaltungsreihe Haus der Religionen · Böhmerstr. 8 · 30173 Hannover
www.haus-der-religionen.de
in Kooperation mit dem Kulturtreff Hainholz
www.kulturtreffhainholz.de
Theologie im Konzert der Wissenschaften
Theologie und Soziologie – Nur noch Utopien können helfen

Festvortrag von Prof. Dr. Dr. Oskar Negt

21. April 2017 - 19:30 Uhr
Kesselhaus der Leibniz Universität, Schloßwender Str. 5, 30159 Hannover, Raum A001

Das Forschungsforum „Religion im kulturellen Kontext“ der Philosophischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover veranstaltet das zweitägige Symposium „Theologie im Konzert der Wissenschaften“, gefördert durch die Hanns-Lilje-Stiftung. Das Verhältnis der Theologie zu anderen Disziplinen ist im Wandel. Wie sieht es heute aus mit Dialog zur Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Soziologie, Pädagogik oder auch zur Sportwissenschaft?
Religionen laden ein...
Zu Gast im buddhistischen Kloster Vien Giac


10. Mai. 2017 - 10:00 Uhr
Buddhistisches Kloster Vien Giac, Karlsruher Str. 6, Hannover

In Hannover leben Menschen fast aller Religionen und Konfessionen. Möchten Sie sich mit uns auf den Weg machen und sie in ihren Gemeinden und Gemeinschaften kennen lernen und mit ihnen ins Gespräch kommen?

Dann bietet Ihnen diese Begegnungsreihe die Möglichkeit dazu. Bei jeder Veranstaltung treffen wir auf Menschen, die uns durch ihr Gemeindezentrum führen, ihren Glauben erläutern und Zeremonien anschaulich beschreiben.

Hugo Cardenas öffnet die Pagode Vien Giac, eines der größten religiösen und kulturellen Zentren für Buddhisten in Deutschland. Wir haben die Möglichkeit an einer Mittagszeremonie teilzunehmen, die die Ohren, Augen, den Geist und die Seele berührt.
Lassen Sie sich einladen und seien Sie zu Gast...

Anmeldung im Haus der Religionen erforderlich:
canisius-yavuz@haus-der-religionen.de

3,00 Euro Teilnahmegebühr

Veranstaltungsreihe Haus der Religionen · Böhmerstr. 8 · 30173 Hannover
www.haus-der-religionen.de
in Kooperation mit dem Kulturtreff Hainholz
www.kulturtreffhainholz.de

  
Religionen laden ein...
Zu Gast in der russisch orthodoxen Kirche (MP)


14. Juni 2017 - 10:00 Uhr
Russisch Orthodoxen Kirche (MP) Maria Verkündigung, Schulenburger Landstr.126 A, Hannover

In Hannover leben Menschen fast aller Religionen und Konfessionen. Möchten Sie sich mit uns auf den Weg machen und sie in ihren Gemeinden und Gemeinschaften kennen lernen und mit ihnen ins Gespräch kommen?

Dann bietet Ihnen diese Begegnungsreihe die Möglichkeit dazu. Bei jeder Veranstaltung treffen wir auf Menschen, die uns durch ihr Gemeindezentrum führen, ihren Glauben erläutern und Zeremonien anschaulich beschreiben.

Warum feiern orthodoxe Christen Weihnachten im Januar? Warum gibt es so viele Fastenzeiten? Warum gibt es keine Kirchenbänke in einer orthodoxen Kirche? Alexej Tereschenko öffnet due russisch orthodoxe Kirche Maria Verkündigung in Hainholz und erläutert die Haltung zu Gott in der christlich orthodoxen Kirche, in deren Ritus er uns anschaulich einführt.

Anmeldung im Haus der Religionen erforderlich:
canisius-yavuz@haus-der-religionen.de

3,00 Euro Teilnahmegebühr

Veranstaltungsreihe Haus der Religionen · Böhmerstr. 8 · 30173 Hannover
www.haus-der-religionen.de
in Kooperation mit dem Kulturtreff Hainholz
www.kulturtreffhainholz.de
Faiths In Tune - 2. Berliner Festival der Religionen

15. und 16. Juli 2017 - jeweils ab 13:00 Uhr
Berliner Werkstatt der Kulturen - Wissmannstraße 32, 12049 Berlin


Das Festival wird ein ganzes Wochenende lang die Musik und Tänze diverser Religionen auf einer Bühne zusammenbringen, um die religiöse und kulturelle Vielfalt Berlins zu feiern und über Musik als universelles Medium den interreligiösen Dialog und Respekt in Berlin zu fördern. Das Musikfestival wird begleitet von einem Markt der Vielfalt, auf dem sich religiöse Institutionen und interreligiöse Initiativen aus ganz Berlin den Festivalbesuchern vorstellen und in direkten Austausch treten können, sowie von Ausstellungen zu den Themen Religion und interreligiöses Zusammenleben und einem interaktivem Lern- und Spielbereich für Kinder.

Das Festival der Religionen wird organisiert im Rahmen der gemeinnützigen Initiative Faiths In Tune ("Glauben im Einklang"), die seit über fünf Jahren interreligiöse Musikfestivals in London und Berlin veranstaltet, um das friedliche Zusammenleben, den Respekt und den Dialog zwischen Menschen verschiedener religiöser Hintergründe zu fördern. Das langfristige Ziel des Festivals ist, die multikulturelle Identität von Städten wie Berlin und London zu prägen, eine nachhaltige Kultur der friedlichen Koexistenz und Kooperation zwischen Menschen aller kulturellen und religiösen Zugehörigkeit zu fördern und dabei den wachsenden Trends der Fremdenfeindlichkeit und des Rechtspopulismus entgegenzuwirken.

Eintritt: frei

Mit Unterstützung von:
LOTTO-Stiftung Berlin, Investitionsbank Berlin, Dr. Buhmann-Stiftung, Yorck-Kinogruppe, Forum Dialog, House of One, Dialogperspektiven, Plakat-Kultur und Jalou City.
Religiöse Pluralität als Herausforderung
Hanns-Lilje Forum 2017

13. September 2017 18.00 Uhr
Neustädter Hof- und Stadtkirche, Rote Reihe 8, Hannover

Vortrag:
Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber,
Bischof i.R., Berlin
Arabische Familienstrukturen besser verstehen
Fortbildung für ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit Engagierte

6. April 2017 - 17:30 Uhr
Haus kirchlicher Dienste, Archivstr. 3, 30169 Hannover

Welche kulturell geprägten Auffassungen von Familie und Erziehung, der Erziehungsaufgabe von Schule und Lehrkräften, aber auch von Vorstellungen zu Geschlechterrollen bringen geflüchtete arabische Familien mit nach Deutschland? Wie kann der Adaptationsprozess geflüchteter Familien in Deutschland unterstützt werden?

Referentin: Dr. Dunja Sabra, Kulturbotschafterin, Dolmetscherin

Kosten: keine

Anmeldung: Evangelische Erwachsenenbildung (EEB), AG Hannover/Niedersachsen-Mitte
E-Mail: eeb.hannover@evlka.de, Tel. (0511) 12 41 - 663
Buddhistischer Sonntag
Stressfrei durch den Alltag mit Satipatthana (Körper-, Gefühls- und Geistbetrachtung)

16. April 2017 - 10:00 bis 16:00 Uhr
Buddhistischer Bund Hannover, Drostestr. 8, 30161 Hannover

mit Wolfgang Krohn, Hamburg

Kosten: auf Spendenbasis (Dana)

Anmeldung unter www.buddha-hannover.de

Bitte etwas zum gemeinsamen Mittagessen mitbringen. Tee wird gereicht.
Ketzer, Held, Antisemit? - Lutherbilder im Wandel
Lehrerfortbildung

18. Mai 2017, 15 bis 17 Uhr
Bibelhaus Erlebnis Museum - Metzlerstraße 19 - 60594 Frankfurt am Main

500 Jahre Reformation - wen oder was feiern wir eigentlich 2017? Das Luthergedenken der vergangenen 500 Jahre wirft ein ambivalentes Licht auf den Reformator. Jede Zeit macht sich ihr eigenes Lutherbild. 2017 sind kritische Töne erwünscht und gegeben - wie setzen wir die vergangenen und aktuellen "Lutherbilder" im Unterricht ein? Wie schärfen wir bei Schüler/innen unterschiedlicher Altersstufen den kritischen Blick? Originaldrucke aus der Reformationszeit, aber auch Beispiele aus 500 Jahren Luthergedenken am außerschulischen Lernort Bibelhaus Erlebnis Museum dienen als Anknüpfung für das Gespräch über die eigene Unterrichtspraxis über das Reformationsjubiläum hinaus.

Anmeldung:
Religionspädagogisches Institut Frankfurt
frankfurt@rpi-ekhn-ekkw.de (VA-Nr. 170518-Si-F)
Autoren: Barbara Wolf-Krause, Jane Baer-Krause
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