Künstliche Befruchtung in der Gesellschaft

- wenn Babys im Labor entstehen
Mit Hilfe einer Glasnadel wird ein weibliches Ei künstlich mit männlichen Samen befruchtet.
© Alexandr Mitiuc - fotolia.com
Bei einer künstlichen Befruchtung bringen Ärzte in einem Labor die Eizelle einer Frau mit den Samen eines Mannes zusammen. Die befruchtete Eizelle setzen sie dann in die Gebärmutter ein. Dort wächst das Baby wie alle anderen heran. Nicht alle Menschen finden diese Art der Zeugung richtig.

Manche Paare können nicht auf natürlichem Weg Eltern werden. Einige von ihnen wünschen sich aber so sehnlich ein Kind, dass sie bereit sind, dafür auch ungewöhnliche Wege zu gehen, die die Natur nicht vorgesehen hat. Immer mehr von ihnen entscheiden sich für eine künstliche Befruchtung. Mediziner nennen das eine In-vitro-Fertilisation, das heißt "Zeugung im Glas". Die Eizelle der Mutter und der Samen des Vaters werden nämlich in einem kleinen Röhrchen, einem Reagenz- oder Retortenglas zusammen gebracht. Darum heißen die darin gezeugten Babys auch Retortenkinder. Die künstliche Befruchtung ist auch in Deutschland erlaubt.

Das erste so entstandene Baby war ein Mädchen. Sie hieß Louise und kam 1978 bei Manchester in England zur Welt. Vier Jahre später wurde In Deutschland Baby Oliver als erstes Retortenbaby geboren und hier als medizinische Sensation und Wunderkind gefeiert. Heute leben mehr als 4,5 Millionen Menschen auf der Welt, die im Labor gezeugt wurden.

Nicht alle Menschen finden die künstliche Befruchtung richtig. Auch in den Religionsgemeinschaften gibt es Kritiker und Befürworter. In einem Punkt sind sich aber alle einig: Ist ein Retortenbaby erst einmal auf der Welt, darf es nicht dafür bestraft werden, wie es entstanden ist.

Eure Fragen zur künstlichen Befruchtung in Medizin und Gesellschaft


Allgemein
Autoren Lea Thies, Jane Baer-Krause
 
Quellen 
 
Bildnachweise 

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