Weihnachten in anderen Ländern

"Oh Mangobaum, oh Mangobaum ..."
Kinder, Sterne und Tannenbäume stehen im Kreis um die Erde
© Avanne Troar - fotolia.com
Nicht alle Christen auf der Welt feiern Weihnachten unter dem Tannenbaum. In manchen Ländern ist der Heilige Abend auch gar nicht der wichtigste Teil des Festes. Hier bekommst du einige Eindrücke von Weihnachten in anderen Ecken der Welt.
  • Die Amerikaner feiern am 25. Dezember Christmas, kurz „X-mas“ genannt. In den frühen Morgenstunden kommt „Santa Claus“ durch den Schornstein und bestückt die am Vorabend aufgehängten Strümpfe der Kinder mit Geschenken. Tagsüber finden überall riesige Paraden statt.
  • In Australien ist Heilig Abend Hochsommer. Die Menschen treffen sich auf großen Wiesen, zünden sich jeder eine Kerze an und singen Weihnachtslieder. Am 1. Feiertag steigen riesige Park- und Strandpartys.
  • Obwohl nur sehr wenige Chinesen Christen sind, werden in China zu Weihnachten die Straßen und Plätze mit Lichtern, Tannen und Weihnachtsmännern dekoriert. Die Kinder finden ihre Geschenke in aufgespießten Strümpfen. Das neue Jahr begrüßen die Chinesen mit großem Glockengeläut. Es soll Harmonie bescheren.
  • In England gehören Heiligabend Plumpudding und Truthahn „Gregor" auf den Tisch. Wie in Amerika kommt „Santa Claus“ am nächsten Morgen mit Geschenken. Am 6. Januar gibt „Mari Lwyd" an der Haustür Rätsel auf. Wer die Antwort nicht weiß, wird von der weißen Gestalt gebissen und muss sie zum Essen einladen.
  • Die Finnen schwitzen Heiligabend gemeinsam in der Sauna und verspeisen anschließend den „gebackenen Schweden", einen Weihnachtsschmaus aus Schweinefleisch.
  • In Frankreich dreht sich Heiligabend alles ums Festessen. Während die Familie später die Mitternachtsmesse besucht, steckt der Weihnachtsmann „Père Noel" Geschenke in die frisch geputzten Schuhe der Kinder neben der Krippe.
  • Griechische Kinder ziehen am 24. Dezember mit Trommeln und Glocken durch die Straßen. Dazu singen sie Lobgesänge und bekommen dafür kleine Geschenke. Weihnachtsfeuer sollen anschließend zwölf Nächte lang böse Kobolde vertreiben. In der Neujahrsnacht bringt der heilige Vassilius den Kindern Geschenke ans Bett. Am Nachmittag trifft sich die Familie zum Kuchenessen. Wer die eingebackene Goldmünze findet, darf auf ein gückliches Jahr hoffen. Höhepunkt des Weihnachtsfestes ist in Griechenland Epiphania am 6. Januar.
  • In Grönland lebt der Weihnachtsmann in einer unterirdischen Höhle mitten im Eis. Er verteilt nicht nur Geschenke, sondern nimmt selbst gerne welche an. Am Liebsten ausgediente Schnuller, die er in einer großen Glocke sammelt.
  • Der Weihnachtsbaum der christlichen Inder ist keine Tanne, sondern eine Bananenstaude oder ein Mangobaum.
  • In Italien wetteifern die Nachbarn Weihnachten um die am prächtigsten geschmückte Krippe. Geschenke sind Glücksache. Jedes Familienmitglied zieht eine Zahl und erhält aus einem großen Sack das entsprechend nummerierte Päckchen. Am 6. Januar bringt die Hexe „Befana" artigen Kindern sogar noch einmal Geschenke.
  • In Kolumbien beginnen die Weihnachtsfeierlichkeiten am 14. Dezember mit einem Familienausflug in den Wald. Mit dem dort gesammelten Moos wird am Abend die Krippe geschmückt und fortan an jedem Abend gemeinsam gebetet, gefeiert und musiziert. Heilig Abend gibt es ein großes Feuerwerk und Tanz auf der Straße. Am Nächsten Morgen bekommen die Kinder kleine Geschenke.
  • In Polen treffen sich Weihnachten Freunde und Verwandte, um Geschenke auszutauschen und gemeinsam ein Fischmenü zu verspeisen. Für unerwarteten Besuch steht ein Zusatzgedeck bereit.
  • In Russland gilt der Julianische Kalender. Daher ist dort erst Heiligabend, wenn wir schon Silvester feiern. Am russischen 1. Weihnachtstag bringt Väterchen Frost den Kindern Geschenke. „Schneeflocke“ und „Neujahr“, gespielt von einem Mädchen und einem Jungen, helfen ihm.
  • In Schweden bringt die Heilige Lucia am 13. Dezember Licht ins Dunkel. Mädchen mit Lichtern ziehen an diesem Tag durch die Straßen.
  • Alle Skandinavier feiern Weihnachten das Mittwinterfest. Es heißt „Julfest“. Mit ihm wird nach altem Brauch das wiederkehrende Licht der wieder länger werdenden Tage begrüßt. An diesen Tagen stehen Julbrot und Julbier auf dem Tisch und überall in der Julstube liegt Julstroh verteilt. Erst am 13. Januar endet das Julfest mit einem großen Gelage.
  • In Spanien versammelt sich die Familie Weihnachten um den Truthahnbraten. Nach der Messe singen alle Dorfbewohner gemeinsam lustige Weihnachtslieder und tanzen dazu um ein großes Feuer herum. Auf die Bescherung müssen die Kinder bis zum 6. Januar warten, denn die bringen erst die Heiligen drei Könige mit.

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Christentum
Autoren  Jane Baer-Krause
 
Bildnachweise 

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Es ist sehr schön. - Eddi

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