Ihr Veranstaltungstipp

Veranstaltungen


 


Hier finden Sie spannende Tipps für


   →    Ausstellungen und mehrwöchige Veranstaltungen 


   →    Vorträge + Diskussionen 


   →    Tagungen + Lehrerfortbildungen

 

Erfasst, verfolgt, vernichtet: Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus
Wanderausstellung

01.09.–19.09.2019
Berlin
03.09.–12.10.2019
Gütersloh
22.09.–03.11.2019
Aschaffenburg
23.10.–30.11.2019
Herford

Bis zu 400.000 Menschen wurden zwischen 1933 und 1945 zwangssterilisiert, mehr als 200.000 wurden ermordet. Bei der Selektion der Patienten wurde der vermeintliche „Wert“ des Menschen zum leitenden Gesichtspunkt. Ärzte, Pflegende und Funktionäre urteilten nach Maßgabe von „Heilbarkeit“, „Bildungsfähigkeit“ oder „Arbeitsfähigkeit“ über die ihnen Anvertrauten. Dabei fand die Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung auffälliger, störender und kranker Menschen innerhalb des damaligen Anstalts- und Krankenhauswesens statt.

Die Wanderausstellung richtet sich gezielt an ein breites Publikum: Sie nimmt die Frage nach dem Wert des Lebens als Leitlinie und beschäftigt sich mit den gedanklichen und institutionellen Voraussetzungen der Morde, sie fasst das Geschehen von Ausgrenzung und Zwangssterilisationen bis hin zur Massenvernichtung zusammen, beschäftigt sich mit exemplarischen Opfern, Tätern, Tatbeteiligten und Opponenten und fragt schließlich nach der Auseinandersetzung mit dem Geschehen von 1945 bis heute. Exemplarische Biografien ziehen sich durch die gesamte Ausstellung: In den Akten der Opfer werden die vielen verschiedenen Akteure fassbar, die an den Verbrechen beteiligt waren. Ihren Blicken auf Patienten werden deren eigene Äußerungen gegenübergestellt.

Den Schlusspunkt der Ausstellung bilden zahlreiche Stimmen, die das damalige Geschehen von heute aus reflektieren und sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage stellen, welche Bedeutung es für sie persönlich hat: Ärzte, Politiker, Vertreter von Selbsthilfeverbänden, Angehörige von Opfern, Pflegepersonal, Vertreter der Gesundheitsverwaltung und andere.

Die Wanderausstellung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) wurde in Kooperation mit den Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Topographie des Terrors erstellt und bereits von mehr als 340.000 Menschen besucht. Nachdem sie 2014 im Deutschen Bundestag unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet wurde, war sie national und international an mehr als 30 Standorten zu sehen.

Die Ausstellung wurde bisher in verschiedenen Einrichtungen wie Parlamenten, Gedenkstätten, Kongressen oder Kliniken präsentiert und stellt häufig mithilfe eines Begleitprogramms einen konkreten Bezug zu der jeweiligen Region her.

Mehr Informationen: https://www.dgppn.de/schwerpunkte/psychiatrie-im-nationalsozialismus/wan...
 

Ganzfeld »Aural«
Eine Installation von James Turrell

12. April 2018 bis 6. Oktober 2019
Jüdisches Museum Berlin - Museumsgarten
, Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Im Museumsgarten des Jüdischen Museums wird die begehbare Installation Ganzfeld »Aural« des Künstlers James Turrell präsentiert. In dieser raumgreifenden und begehbaren Arbeit des weltweit bedeutendsten »Bildhauer des Lichts« tauchen die Besucher*innen in die Atmosphäre eines entgrenzten Raumes, der weder die Quelle des Lichtes preisgibt, noch die Ausmaße seiner Umgebung wahrnehmbar macht. Dieses Werk gehört zur Reihe der Ganzfeld Pieces, von denen nun zum ersten Mal eines in Berlin präsentiert wird.

Licht ist ein zentrales Symbol im Judentum, das Anfang und Ende der Schöpfung miteinander verbindet. In dieser Installation gewinnt man den Eindruck, in einen überirdischen Raum zu treten, dessen Konstruktion die empirische Welt außer Kraft zu setzen scheint. Diese Erfahrung kann als eine der spektakulärsten künstlerischen Interpretationen der Erschaffung des Lichts – und damit Teil des göttlichen Schöpfungsakts – angesehen werden.

Die begehbare Lichtinstallation Ganzfeld »Aural« von James Turrell ist eine Schenkung von Dieter und Si Rosenkranz an die Stiftung Jüdisches Museum Berlin.

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Website des Künstlers
A wie Jüdisch – In 22 Buchstaben durch die Gegenwart
Ausstellung

26. November 2018 bis 5. Januar 2020
Jüdisches Museum Berlin - Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin, Eric F. Ross Galerie, Libeskind-Bau

Musik und Jugendkultur, Erinnerung und Traditionen, Sprachen und Heimat: Zweiundzwanzig Impressionen beleuchten den deutschen Alltag von säkularen oder religiösen, alteingesessenen oder gerade in Deutschland angekommenen Jüdinnen und Juden.

Anhand der Buchstaben des hebräischen Alphabets untersucht die Ausstellung Schlagworte und Begriffe und fragt, woran sich »das Jüdische« in Deutschland heute festmacht. Dabei werden ganz unterschiedliche Aspekte deutsch-jüdischer Gegenwart herausgestellt und normierende Vorstellungen hinterfragt.

Wer kennt die »Jewrovision«? Unter dem Stichwort »Jugend« stellt die Ausstellung den größten jüdischen Gesangs- und Tanzwettbewerb für Kinder und Jugendliche vor. Der Buchstabe »Daled« steht für »Desintegration« und beschreibt eine provokative Bewegung einer neuen Generation jüdischer Künstler, die sich von der deutschen Erinnerungskultur nicht mehr als Opfer vereinnehmen lassen wollen. Von Facebook ins Museum schaffte es der Post eines jungen Israeli, der seinen Umzug nach Berlin mit den günstigen Schokopuddingpreisen im deutschen Discounter begründete – und damit in Israel eine Debatte auslöste. Und auch die Orte für den besten Hummus Berlins dürfen in einer Schau über die deutsch-jüdische Gegenwart nicht fehlen.

Die Ausstellung wurde mit Beteiligung Berliner Schülern entwickelt, deren Arbeiten in der Ausstellung zu sehen sind.

Gefördert von den Freunden des Jüdischen Museums Berlin

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr

Eintritt: Mit dem Museumsticket (8 Euro, erm. 3 Euro)
Jüdisches Leben in Deutschland heute
Ausstellung

5. Mai bis 24. November 2019
Jüdisches Museum Frankfurt - Im Hochbunker Friedberger Anlage 5/6, 60314 Frankfurt

Antisemitismus zeigt sich auch hierzulande wieder häufiger. Fotograf Rafael Herlich hält in Frankfurt dagegen. Seine Ausstellung im Bunker zeigt ein selbstbewusstes Judentum.Die Ausstellung mit 120 großformatigen Fotografien will der Fotograf das heutige jüdische Leben in Deutschland zeigen. Auf den Fotos sind unter anderem jüdische Kinder zu sehen, die Bar Mizwa feiern, und ehemalige Frankfurter, die im Klassenzimmer ihrer früheren Schule, dem Philanthropin, sitzen oder die Damen der jüdischen Frauenorganisation Wizo, die ihren Bazar präsentieren. RafaeHerlich, dessen Vater seine erste Frau in Auschwitz verloren hat, mit dem Antisemitismus auseinander. So will der Fotograf junge Menschen dafür sensibilisieren, sich zu wehren, wenn sich Menschen antisemitisch äußern oder handeln.
Ostend. Blick in ein jüdisches Viertel
Ausstellung

5. Mai bis 24. November 2019
Jüdisches Museum Frankfurt - Im Hochbunker Friedberger Anlage 5/6, 60314 Frankfurt

Die Ausstellung im Hochbunker erinnert an das jüdische Alltagsleben im Frankfurter Ostend seit dem 19. Jahrhundert und dessen Vernichtung zwischen 1933 und 1945. Sie wurde im Jahr 2000 als Wechselausstellung für das Jüdische Museum konzipiert. 2004 beschlossen das Jüdische Museum und die „Initiative 9. November“, die Ausstellung dauerhaft im Erdgeschoss des Hochbunkers zu zeigen. 2016 wurde sie inhaltlich und gestalterisch überarbeitet.

Themen der Schau sind die Geschichte und die Einrichtungen der IRG, das Alltagsleben im Ostend, jüdische Wohlfahrtseinrichtungen und die gewerbliche Prägung des Viertels. Im Kapitel über die NS-Zeit stehen die November-Pogrome und die Massendeportationen von der Frankfurter Großmarkthalle ab Oktober 1941 im Zentrum. Nach der Befreiung nahm im Ostend jüdisches Leben einen vorsichtigen Anfang. Die letzte Abteilung widmet sich dem Stadtviertel als einem Ort der Erinnerung: mit der Gedenkstätte Neuer Börneplatz in der östlichen Innenstadt, mit der Erinnerungsstätte an der Frankfurter Großmarkthalle, Stolpersteinen, Straßennamen und Hinweistafeln vor früheren jüdischen Einrichtungen.

Ein großformatiger Stadtplan mit den in der Ausstellung erwähnten Adressen dient der Orientierung.
RELIGIONEN DER WELT II - Eine Entdeckungsreise mit allen Sinnen
Interaktive und inklusive Ausstellung

13. bis 30. November 2019 - Mittwoch bis Sonntag: 14:00 bis 18:00 Uhr
Katholisches Bildungswerk Rosenheim - Pettenkoferstr. 5,  83022 Rosenheim 

Eine Entdeckungsreise mit allen Sinnen: An 10 Stationen die fünf Weltreligionen Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus erleben - mit Händen, Ohren, Augen, Nase und Gaumen. Entdecken, wie Menschen im Alltag ihre Religion leben und Hilfe durch ihren Glauben erfahren. Den eigenen Glauben, Fragen oder Zweifel im Spiegel der großen Religionen erfahren.

Mehr Infos: www.bildungswerk-rosenheim.de
This Place
Ausstellung

7. Juni 2019 – 5. Januar 2020
Jüdisches Museum Berlin - Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin, Altbau 1. OG

Aus der Perspektive von 12 internationalen Fotokünstlern nähert sich die Ausstellung der Komplexität Israels und des Westjordanlandes – der Topografie, den Bewohnern und ihrem Alltag. Den Ansatz seines Projektes beschreibt der Initiator und Fotograf Frédéric Brenner als Wunsch, den aus der Berichterstattung über die Region bekannten Bildwelten neue künstlerische Motive hinzuzufügen. Dafür konnte er namhafte Fotografen gewinnen: Wendy Ewald, Martin Kollar, Josef Koudelka, Jungjin Lee, Gilles Peress, Fazal Sheikh, Stephen Shore, Rosalind Solomon, Thomas Struth, Jeff Wall und Nick Waplington sind über mehrere Jahre hinweg immer wieder in die Region gereist. Die insgesamt mehr als 200 Fotografien setzen sich zu einem vielschichtigen visuellen Portrait zusammen. Themen wie Identität, Familie, Heimat und Landschaft rücken in den Fokus, während der Nahostkonflikt mal mehr und mal weniger sichtbar ist. Die Betrachter sind durch die sehr unterschiedlichen Arbeiten dazu eingeladen, über die Heterogenität der Region ins Gespräch zu kommen.

Die Ausstellung ist nach Stationen u.a. im DOX Center für zeitgenössische Kunst in Prag, im Tel Aviv Museum of Art in Israel und im Brooklyn Museum of Art erstmals in Deutschland zu sehen.

Die Ausstellung wurde organisiert von der Chronicle of a People Foundation, Inc., New York.
Interkulturelle Woche "Zusammen leben, zusammen wachsen"

22. bis 29. September 2019
bundesweit Veranstaltungen


Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie, die von verschiedenen Institutionen und Organisationen unterstützt wird. Sie wird meist in der letzten Woche im September begangen.

Informationen über alle Veranstaltung gibt es auf der Website http://www.interkulturellewoche.de/
Werkstätten der Spiritualität
Vortrag und Workshops

20. September 2019, 15.00 bis 18.00 Uhr
Katholische Akademie in Berlin - Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

Muslimisch sein in Deutschland birgt Herausforderungen und Chancen auf vielen verschiedenen Ebenen. Einerseits bietet die Vielfalt gelebten Glaubens in Berlin neue Möglichkeiten und fordert Entscheidungen heraus. Andererseits ist gerade diese Pluralität im Gespräch mit Anderen den wenigstens bekannt. Eine Schwierigkeit besteht auch darin, dass viele Gespräche zuerst mit einer Verteidigung beginnen. Was macht das mit dem eigenen Denken, wenn es sich aus dieser Haltung heraus entwickeln muss? Der Religionswissenschaftler, Theologe und Islamwissenschaftler Peter Antes analysiert die Umstände, unter denen heute Gespräche mit Anders- und Nichtgläubigen stattfinden und zeigt auf, was wiederkehrenden Vorurteilen wissenschaftlich entgegengesetzt werden kann.

Nach seinem Vortrag haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, einen der drei parallel stattfindenden Workshops zu besuchen. Der Workshop zu “Wie erklärt man einander Theologie” setzt sich mit dem christlich-islamischen Begriffslexikon auseinander, welcher 2013 im Herder Verlag erschien und nun ins Arabische übersetzt worden ist. Unter Anderem beschäftigen sich die Teilnehmenden dort gemeinsam mit einigen Übersetzer_ innen des Werkes mit den Schwierigkeiten bei der Übersetzung und wie es die Autor_innen geschafft haben diese zu überwinden.

Der Workshop “Innermuslimische Community: Konflikte, Spannungen, Spaltungen.” lässt sich auf die muslimische Makroebene ein und versucht, die Vielfalt und Pluralität der Gemeinden aus einer kritischen Perspektive zu beleuchten. Was sind die Herausforderungen, die uns als Communities begegnen und wie äußert sich das in unserem Alltag in unserem Miteinander?

Im letzten Workshop “Aktivismus zu Lasten der Spiritualität”, welcher von Hind Makki gestaltet wird, begeben sich die Teilnehmenden auf die individuelle Ebene. Besonders junge Muslim_innen beteiligen sich immer stärker durch aktivistische Tätigkeiten an gesellschaftlichen Diskurse, doch ist Aktivismus und Spiritualität vereinbar oder müssen Abstriche von der einen oder der anderen Seite gemacht werden? Diese und viele weitere Fragen werden Bestandteil der Workshop sein. Die Workshops mit Hind Makki und Shaykh Muhammad bin Yahya Al-Ninowy werden auf Englisch stattfinden. Es wird keine Übersetzung angeboten. Im Anschluss an die Workshops laden wir zu einem Get-Together ein.

15:00 Vortrag Prof. Dr. Dr. Peter Antes

anschließend drei parallel stattfindende Workshops (bis 18:00)

Workshop 1: Innermuslimische Community: Konflikte, Spannungen, Spaltungen (ENGLISCH) mit Shaykh Muhammad bin Yahya Al-Ninowy (USA)

Workshop 2: Aktivismus zu Lasten von Spiritualität? (ENGLISCH) mit Hind Makki (USA)

Workshop 3: Wie erklärt man einander Theologie? (DEUTSCH) Prof. Dr. Dr. Antes, Ahmed Arfaoui

Gastreferenten: Prof. Dr. Peter Antes, Shaykh Muhammad bin Yahya Al-Ninowy, Hind Makki, Ahmed Arfaoui

Gegenwart und Zukunftsperspektiven des interreligiösen Dialogs in Berlin
2. Projekttag im Rahmen des Berliner Dialogprojekts
Studientag

27. Oktober 2019, 10.00 bis 17.00 Uhr
Katholische Akademie in Berlin - Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

Nachdem wir uns im Frühjahr mit der Geschichte des Dialoges in Berlin und auch seinen Vorformen beschäftigt haben, richtet sich der Blick nun auf das aktuelle Geschehen.

Dabei steht am Anfang ein systematischer Ausblick auf die Möglichkeiten eines interreligiösen Dialoges in der religionspluralen Gesellschaft. Danach stellen sich ausgewählte Dialogprojekte vor und ihre Vertreter treten in Austausch über ihre Ziele und Wünsche.

Gastreferenten: Prof. Dr. Helmut Zander, Fribourg; Ranjit Kaur; Dr. Gerdi Nützel; Peter Amsler u.a.
Autoren: Barbara Wolf-Krause, Jane Baer-Krause
Zusatzinfo schließen