Beziehung Christ zu Muslima

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Beziehung Christ zu Muslima

Es wird immer wieder behauptet, eine Muslima darf keine Beziehung (Heirat) zu einem Christen haben. Aber einem Moslem ist es erlaubt, eine Christin zu heiraten. Da ich eine „heimliche“ Beziehung zu einer Muslima habe, habe ich mich für dieses Thema mal interessiert und die entsprechende Stelle im Koran nachgelesen Sure 2-221.
Hier steht nichts von einem Verbot zur Beziehung zu einem Christen. Es ist (nach dem Koran) nur verboten, eine Beziehung zu einem Götzenanbeter zu haben. Da Christen und Moslems aber zu dem gleichen Gott beten ( Moslems, Juden und Christen), sind Christen also keine Götzenanbeter.
Übrigens werden im Islam Männer und Frauen gleich behandelt.

Bearbeitet von: jb an 03.02.2020 - 13:01
Otto
Beziehung zu Muslima

Ich wünsche euch alles Gute!
Bestimmt wird es gut sein, die Familie bald kennenzulernen, um zu sehen, ob sie tatsächlich einen christlichen (bzw. nicht-muslimischen) Mann akzeptiert. Aus persönlicher Erfahrung mit einer supergut integrierten Familie (keine Kopftücher, alle Kinder Abi und studiert) wissen wir, dass es letztlich eine Entscheidung braucht: entweder Familie oder Beziehung.
Hoffentlich ist es in deinem Fall einfacher.
Viele Grüsse, Otto

Luise
ich habe eine wichtige frage

Warum tragen Muslime Kopftücher?

jb
Hallo Luise, viele aber nicht
Hallo Luise, viele aber nicht alle Musliminnen tragen in der Öffentlichkeit ein Kopftuch. Damit folgen sie einem religiösen Gebot im Koran. Darin heißt es, dass sie ihren Schmuck verbergen sollen. Viele Muslime glauben, dass mit "Schmuck" die Haare auf dem Kopf gemeint sind. Mehr erfährst du bei uns im Lexikon unter Kopftuch im Islam. - Jane
TherNeizYT
weil die ihre schönheit nicht

Manche Musliminnen wollen ihre Schönheit nicht allen Leuten zeigen, sondern nur ihrem Mann!

Herberz
Kopftuch

Auch das ist nicht ganz richtig. Im Koran steht, dass die Frau ihren Schmuck verdecken soll. Nur wenn man das Haupthaar als Schmuck bezeichnet , könnte man es so sehen. Ich seh es nicht so.
Ich sehe das Kopftuch heute als ein Zeichen und als weiters Symbol der Unterdrückung der Frau.

jb
Auch viele selbstbewusste und
Auch viele selbstbewusste und beruflich erfolgreiche junge Musliminnen tragen ein Kopftuch. Das passt nicht zu dem Vorurteil, dass Kopftuchträgerinnen grundsätzlich Unterdrückte sind. - Jane
Herbert
Kopftuch

Nun, in dem Fall ist das sicher ein Protest-oder Zugehörigkeitsausdruck.

Hilfe
Kopftuch

Es ist mir aufgefallen, dass hauptsächlich sehr junge Musliminnen Kopftücher tragen. An Unterdrückung glaube ich beim besten Willen nicht. Protest ist hier sicherlich eher angesagt. Aber warum?
Auf meiner Kundentoilette in der Tankstelle hat ein ca. 12 Jahre alter Junge sich beim Pinkeln um 360´ Grad gedreht und die Toilettete mit Toilettenpapier verstopft - Protest - aber warum?
Ich akzeptiere jegliche Religion und verurteile niemanden wegen seiner Glaubensrichtung. Nur Muslime haben meiner Meinung nach ein Problem damit, andere Religionen zu akzeptieren.
Oft werde ich an der Kasse herabwürdigend behandelt, das Geld wird mir auf den Zahlteller geschmissen als wäre ich der letzte Dreck - warum? Protest? Irgendwann habe ich keine Lust mehr auf diese Behandlung. Bin ich ein unwürdiger Mensch, weil ich vielleicht Schweinefleisch esse oder evtl. an Gott glaube? Sorry, aber das kann ich nicht verstehen, soviel Mühe ich mir auch gebe. Vielleicht könnt Ihr mir ja helfen - ich frage mich WARUM!

In einem Land, dessen Religion und Lebensweise ich nicht mit meiner Einstellung zum Leben vereinbaren kann, möchte ich nicht leben - und, auch wenn es mir nicht gefallen würde, weil ich vielleicht keine andere Wahl habe und hier geboren bin, würde ich mich des lieben Friedens Willen anpassen. Wenn diese Einstellung nicht vorhanden ist, liegt es mit Sicherheit an der Erziehung der Eltern - aber diese hatten die Wahl! Und nun wird einfach dumm gehandelt - aus Protest!

Tinia09
Interreligiöse Kommunikation

Guten Morgen,
ich bin in der 11. Klasse einer deutschen Schule und habe da mal ein Frage bezüglich des Islams. Sie lautet wie folgt: Geht es vom Islam aus, dass die Familienbündnisse so stark sind bzw. die Familie im Mittelpunkt steht? Ich wäre über eine zeitnahe Antwort sehr beglückt. - Hochachtungsvoll, ihr Tinia09

jb
Hallo Tina09, hast du schon
Hallo Tina09, hast du schon mal im Lexikon unter dem Stichwort Familie im Islam nachgesehen? Vielleicht findest du dort schon die Antwort auf deine Frage. Sonst melde dich noch einmal. - Jane
Ines
Christentum, Islam

Christen und Muslime glauben an den gleichen Gott. Sie glauben auch an viele gleiche bedeutende Personen (z.B. Ibrahim ist Abraham, Musa ist Moses), nennen sie aber anders.
Der Unterschied ist, dass Christen und Muslime unterschiedliche Offenbarungen bekommen haben. Christen haben Jesus, Muslime haben Mohammed.
Mein Religionslehrer hat gesagt, Muslime könnten mit Christen sehr gut klarkommen, haben aber ein Problem mit der Dreifaltigkeit und der Rolle von Jesus. Sie glauben an ihn, aber nicht dass er der Sohn Gottes ist.

Gott wird anders verehrt, es gibt andere Feste, eine andere Schrift,... Doch der Glaube ist wichtiger! Und der Glaube ist gar nicht sooo unterschiedlich.

monika30
Christentum - Islam

Ich habe eine Beziehung zu einem Muslim und wohne seit einem Jahr mit ihm zusammen. Klar, muss ich mich auch auf seine männliche Rolle einlassen und seinen Glauben respektieren. Wenn Kinder kommen sollten, gehören sie zum Islam. Aber es geht sicher alles gut.

Niklas
Bibeltreuer Christ

Das einzige, worauf unser Glaube gründet, ist die Bibel und sie zeigt klar, dass unser Gott nicht der Gott der Moslems ist; unser Gott ist der Vater von Jesus Christus, mit dem man eine Beziehung wie zu einem Vater haben kann, den man erleben kann.
In Liebe zu den Geschwistern Niklas

Sam
Identitätskrise

Hallo zusammen, ich bin Muslimin und mein Partner ist Christ. Um mir es recht zu machen, hat er versucht, sich mit dem Islam zu beschäftigen und eine Rolle eingenommen die nicht seinem wahren Wesen entspricht. Er ist eher jemand, der in Extremen lebt und jetzt haben wir Funkstille. Meine Frage: Kann solch eine Beziehung zwischen Muslim und Nicht-Muslim funktionieren? Wäre diese islamisch und mit dem Koran konform? Auch wenn er nicht konvertiert? Ich wollte nie, dass er etwas wegen mir macht, und ich bin dankbar für die Ehrlichkeit von ihm, auch wenn diese mich sehr spontan getroffen und schockiert hat. Insbesondere weil er kein Vertrauen hatte, mit mir darüber zu reden und mich jetzt mit der Realität alleine lässt. Verstehe, dass er Zeit braucht, trotzdem ist aktuell nicht alles gut.

bw
Hallo Sam, aus der Sicht
Hallo Sam, aus der Sicht vieler Islam-Gelehrten ist eine Partnerschaft/ Ehe im Islam nur zwischen muslimischen Partnern oder zwischen einem muslimischen Mann und einer christlichen oder jüdischen Frau möglich. Eine Partnerschaft zwischen einer Muslimin und einem Christ wird dagegen von vielen Gelehrten nicht als islamkonforme Verbindung angesehen.
Begründet wird das damit, dass zu einer islamischen Lebensweise viele Gebote gehören, die dann evtl. nicht mehr für die muslimische Partnerin garantiert sind. Dabei geht es auch um die Frage, in welcher Religion dann später die Kinder erzogen werden sollten. Aus islamischer Sicht sollte das natürlich die islamische Lebensweise sein. Deshalb steht dann schnell die Frage im Raum, ob man für die Partnerin/den Partner konvertieren kann, also seine Religion annehmen kann.
Am Anfang mag es sich richtig anfühlen, dies aus Liebe zu tun. Aber Religion ist eine innere Überzeugung für die Gestaltung des eigenen Lebensweges. Diese Überzeugung kann nicht nur auf der Liebe zu einem anderen Menschen beruhen. Sie kann vielleicht ein Anstoß sein, darüber nachzudenken. Aber es ist schwer, sein ganzes Leben danach auszurichten und von der Liebe zu jemandem anderen abhängig zu machen. Die Gefahr ist sehr groß, sich aus Zuneigung zum anderen zu verbiegen und sich vielleicht sogar selbst zu verleugnen.
Deshalb ist es mit viel Respekt zu sehen, dass dein Partner es geschafft hat, dir  mitzuteilen, wie er denkt und fühlt.
Wenn ein Mensch konvertiert, also eine andere Religion annimmt, sollte er von der  Wahrheit dieser Religion und ihren Geboten überzeugt sein. Für eine Beziehung kann es deshalb eine große Last sein, wenn jemand nur aus Liebe konvertiert. Was passiert, wenn die Beziehung vielleicht später nicht mehr so gut ist? Wie steht der Partner dann zu seiner Entscheidung, diese Religion angenommen zu haben?
Unabhängig davon bringt jeder der beiden Partner ja eine bestimmte Lebensweise, einen eigenen Blick auf das Leben mit in diese Beziehung. Sind beide religiös, bringen beide auch ihre Rituale und ihre Gebote mit in die Beziehung. Beide müssen dann entscheiden, wie sie damit umgehen, was sie aus der Religion des anderen mittragen können und wo ihre Grenzen sind.
Das ist am Anfang einer Beziehung vielleicht noch etwas leichter. Aber wenn die Familien und Freundeskreise dazu kommen, können die Unterschiede stärker werden. Das bedeutet dann für beide, immer wieder Rücksicht zu nehmen und zu schauen, wo die Grenzen sind und diese auch auszuhalten.
Besonders wichtig wird das, wenn Kinder geboren werden. Beide Partner müssen sich dann einigen, in welcher Religion die Kinder erzogen werden sollen: Feiern sie Weihnachten oder Ramadan, gehen sie in die Moschee oder in die Kirche, fasten sie christlich oder islamisch oder werden sie gar nicht religiös erzogen?
Das kann für den einen Partner bedeuten, dass das Kind immer im Sinne des anderen Partners und dessen Familie erzogen wird und auch zu Enttäuschungen führen.
Es gibt Paare, die diese Herausforderungen schaffen und die gemeinsam eine glückliche Beziehung führen. Es gibt aber auch viele Paare, die merken, dass nach der ersten Verliebtheit doch sehr viele Fragen auftauchen, die ungelöst bleiben und die es schwer machen, sich ein weiteres gemeinsames Leben vorzustellen. 
Alles Gute für dich. - Annett
Bee
hallo,

Hallo,
mein Problem ist, dass ich meinen muslimischen Freunden Wünsche zum Ramadan geschickt habe. Ich bin Christ und finde es nicht schlimm. Nun habe ich gehört, dass ich mich quasi dadurch gegen meinen eigenen Glauben stellen würde. Stimmt das? Gehören Wünsche außerhalb meines eigenen Glaubens schon dazu, dass ich nicht hinter ihm stehe ?

bw
Wünsche zum Ramadan
Hallo, es ist sehr schön du muslimischen Freunden Wünsche zum Ramadan geschickt hast. Und damit stellst du dich keinesfalls gegen deinen eigenen Glauben, sondern zeigst Respekt gegenüber Menschen anderer Religionen. Ich finde das völlig normal, auch Menschen anderen Glaubens zu ihren religiösen Festen gute Wünsche zu überbringen. Ich bin katholische Christin und mit zwei muslimischen Familien befreundet, denen ich ebenfalls alles Gute zum Ramadan und zum Zuckerfest gewünscht habe. Darüber haben sie sich gefreut und sich dafür bedankt. Umgekehrt wünschen auch diese muslimischen Familien mir frohe Ostern oder ein frohes Weihnachtsfest, worüber ich mich natürlich sehr freue. - Barbara
L.
Beziehung von Christ zu muslimin

Hallo. Ich hab mir diese ganzen Kommentare mal durchgelesen und eine Frage bezüglich der Beziehung zwischen Christ und Muslimin.

Ich bin 19 Jahre alt und habe eine albanische Freundin. Sie ist nicht so eine strenge Muslimin, aber ihre Mutter. Obwohl sie mich noch gar nicht kennengelernt hat, hat sie schon von vornherein gesagt, dass sie nicht einverstanden wäre mit mir, weil ich kein Moslem bin. Muslimische Männer dürfen ja selber entscheiden, welche Freundin/Frau sie haben wollen. Warum dürfen dann Muslima nicht selbst entscheiden und nur einen Moslem heiraten?

Bitte um schnelle Antwort.

jb
Hallo L., hier findest du
Hallo L., hier findest du eine Antwort auf deine Frage. - Jane
Liliana
Beziehung zu einer geschiedenen Frau mit kind

Hallo mich beschäftigt dieses Thema sehr. Ich würde gerne wissen, ob ein muslimischer Mann eine geschiedene Frau mit Kind heiraten dürfte? Oder ob das auch überhaupt angesehen werden dürfte. MfG lili

jb
Scheidung im Islam
Hallo, Liliana, ja, das ist möglich. Hier erfährst du mehr über das Thema Scheidung im Islam und darüber, wie es anschließend für Muslime weiter gehen kann. - Jane 
missjoplin
Hallo, ich habe mir alle

Hallo, ich habe mir alle Kommentare durchgelesen, bin aber noch nicht zu einer Antwort auf meine Frage gekommen. Ich bin 17 Jahre alt, Christin und in einer Beziehung mit einem Moslem, der aus Syrien stammt. Mein Glaube ist für mich wichtig, deshalb habe ich mich mit meinem Freund über eventuelle Probleme hinsichtlich einer Beziehung bzw. Heirat unterhalten. Er sagte, dass es für ihn kein Problem sei und dies auch in seiner, wie er es nennt, Kultur nicht problematisch wäre. Jedoch gäbe es einen Satz, den die Christin an der Hochzeit sagen müsse, damit die Ehe vollzogen werden kann. Meine Frage ist, was dieser Satz beinhaltet. Er wollte mir nicht wirklich Auskunft darüber geben, was mich ein bisschen stutzig gemacht hat... Ist es irgendetwas, das mein Leben "beeinträchtigt" oder konvertiere ich damit irgendwie?
Ich bedanke mich schon Mal im vorraus für die Antwort(en). Liebe Grüße missjoplin

jb
Hallo Missjoplin, Antworten
Hallo Missjoplin, Antworten auf deine Frage findest du unter dem Stichwort Hochzeit im Islam. Klicke dort auch die Fragen unter dem Text an. - Jane
Anonymous
Ich finde es

Ich finde, man sollte die Person heiraten, die man liebt. Ob er/sie Christ ist oder Muslim, ist eigentlich egal finde ich. Es kommt auf den Charakter der Person an und nicht, welchen Glauben oder welche religiösen Ansichten er/sie hat. Ja, das ist meine Meinung. Ich finde weiterhin, es sollte heute in keiner Gegend für irgendwen verboten sein, jemanden mit einer anderen Religion zu heiraten. Ja, es ist schwierig mit den religiösen Ansichten der anderen Person umzugehen. Aber trotzdem kommt es nicht auf die Religion an. Also mir wäre das persönlich egal, welche Religion mein Partner hat.

Luisa
Christ und moslem

Ich bin Christin und seit über 2 Jahren mit einem Moslem zusammen. Wir haben auch islamisch geheiratet, was für mich erst nicht infrage kam. Ich habe es aber für ihn getan. Jetzt gerade haben wir das Thema Zukunft, denn ich möchte in 2-3 Jahren Kinder haben. Für mich kam es nie in Frage, dass diese keine Christen werden. Aber dadurch, dass ich mich für einen moslemischen Mann entscheiden habe, ist es anders. Vor ein paar Monaten kam dieses Thema schon mal auf. Mein Freund hat direkt gesagt, dass das Kind Moslem sein muss. Ich bin Erzieherin und habe zum Glück ein paar Wochen vorher mit Eltern aus meinem Kindergarten gesprochen, der Mann ist Moslem, sie Christin. Sie haben mir erzählt, dass Ihre Kinder keiner Religion angehören. Sie feiern alle Feste zusammen. Und das sei das beste. Das schlug ich dann meinem Freund vor. Er sagte sofort, dass das nicht in Frage kommt. Seit 2 Wochen kriselt es jetzt, weil ich mir viele Gedanken mache und für mich das mit uns dann keinen Sinn mehr macht. Seine Familie ist total offen, ich habe sogar mit seiner Schwester, seiner Mutter und seinem Vater gesprochen und seine Familie mit ihm. Er bleibt hart! Mein Fazit ist, dass es abhängig vom Menschen ist, ob Christen und Muslime als Paar zusammen leben können. In unserer Beziehung akzeptiere ich seine Religion zu hundert Prozent, er meine aber nicht.
Ich bin gespannt wie es weiter geht. Aber ich denke, eine Trennung wäre die beste Lösung.

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