Religion + Gesellschaft: Neues Modul beantwortet Fragen vieler Jugendlicher

jb - Februar 2016


Presseinfo 2016 /1 

Ist Sex vor der Ehe eigentlich in jeder Religion verboten?

religionen-entdecken.de behandelt in einem neuen Modul Positionen der Glaubensgemeinschaften zu Alltagsthemen

Die meisten Religionen sind vor sehr langer Zeit entstanden. Seither hat sich der Alltag der allermeisten Menschen komplett verändert. Passt heute noch jedes Gebot der Religionen in unser Leben? Die Positionen der Glaubensgemeinschaften zu Partnerschaft, Sexualität, Ehe und Familie zeigt jetzt die interreligiöse Webseite religionen-entdecken.de in seinem neuen Modul „Religion + Gesellschaft“. Das unabhängige und nicht kommerzielle Bildungsangebot erklärt Kindern, Jugendlichen und anderen Interessierten seit 2013 aus der Außenperspektive die Weltreligionen.

Die Umsetzung des neuen Moduls hat die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ermöglicht. Mit ihm reagiert religionen-entdecken.de auf entsprechende Fragen von Kindern und Jugendlichen an die Redaktion. Online gehen zunächst die Bereiche „Politik + Schule“, „Religion + Dialog“, „Partnerschaft + Sexualität“ sowie „Ehe + Familie“. Darin geht es um Religionsfreiheit, Kinderrechte und Religion in der Schule, um interreligiöse Orte und Projekte, vor allem aber um die Positionen der Religionen zu „heiklen“ Themen rund um Partnerschaft, Sexualität und Familie. Im Frühjahr und Sommer werden noch zwei weitere Bereiche folgen.

„Wir haben uns sehr darum bemüht, alle Themen möglichst sensibel und sachlich darzustellen. Die Kinder finden keine Bilder oder Texte, die sie beängstigen oder schockieren könnten. Im TV-Vorabendprogramm und in jeder Tageszeitung werden sie mit weit problematischeren Inhalten konfrontiert“, beugt die Journalistin Jane Baer-Krause entsprechenden Befürchtungen vor. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Barbara Wolf-Krause ist sie Herausgeberin des Projektes. Baer-Krause ergänzt, es sei in jedem Fall sinnvoller, Kindern ihre Fragen kindgemäß zu beantworten als sie nach ungeeigneten Antworten im Netz suchen zu lassen.

Ziel der Website ist es, Kindern und Jugendlichen Wissen über Religionen zu vermitteln, Berührungsängste abzubauen und respektvolle Umgangsweisen im Schutz der Anonymität zu üben und später im realen Leben zu etablieren. Die User sind aufgefordert, zu jedem Thema Fragen zu stellen und mit zu diskutieren. Ein Team von Experten der Religionen und Religionspädagogen erarbeitet die Antworten. Mit ihnen wächst das Projekt. Seit seinem Start im Juli 2013 haben sich rund 10.000 Einzelseiten angesammelt. Sie enthalten Stichworte für das umgangreiche Lexikon, Spiele, Quiz, Buch- und Ausflugstipps, Filme, Projektberichte, Umfragen, ein Forum und etliches mehr. Ein eigener Bereich informiert Erwachsene über das Projekt selbst. Auch sie finden viele Tipps und außerdem Unterrichtsideen für Pädagogen. Überall können die User ihre Meinung sagen, diskutieren, abstimmen und Fragen stellen.

Die Betreuung der Website ist sehr aufwändig. Daher suchen die beiden Herausgeberinnen fortlaufend finanzielle Hilfe.

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Ihre Ansprechpartnerinnen:

Christiane Baer-Krause    
Fon 0511 22001771   

Barbara Wolf-Krause
Fon 06007 930934

info@religionen-entdecken.de  


Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Förderern und Unterstützern: 

Universität Kassel, Fachbereich evangelische Religionspädagogik (Kooperationspartnerin) / Experten aller Religionen / Ein-Netz-für-Kinder - Bundesinitiative des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) und des Bundesfamilienministeriums (BMSFSJ) / Hanns-Lilje-Stiftung in Hannover / Dr. Buhmann-Stiftung in Hannover / Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) / Heinrich-Dammann-Stiftung / Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) / Calwer Verlag in Stuttgart / Thienemann Verlag in Stuttgart / Haus der Religionen in Hannover / Suma e.V. / rpi Loccum ... und der verstorbene Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt. In seinem Grußwort nannte er die Website einen „Grundstein für ein in Zukunft hoffentlich besseres Verständnis verschiedengläubiger Menschen, für gegenseitigen Respekt und gegenseitige Toleranz im Interesse einer friedlicheren Welt.“
Kooperationspartner sind die Universität Kassel und das Haus der Religionen in Hannover.

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