Wann essen Muslime in Ländern, in denen die Sonne im Ramadan nicht untergeht?

Sonnenuntergangshimmel mit Wolken
Daniela Hillbricht/Gemeindebrief
Musliminnen und Muslime, die an Orten wohnen, in denen im Fastenmonat die Sonne nicht untergeht, dürfen im Ramadan nach der Fastenuhr von Mekka leben.
MW
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Hallo MW. In manchen Jahren liegt der Ramadan bei uns mitten im Sommer. In dieser Jahreszeit scheint die Sonne in Nordschweden, Island, Grönland und anderen Ländern weit im Norden Tag und Nacht. Aber auch dort leben Musliminnen und Muslime, die im Ramadan fasten wollen. Müssen sie etwa alle verhungern und verdursten?

Natürlich nicht. In der Nähe vom Nordpol und vom Südpol dürfen Musliminnen und Muslime einen kleinen Trick anwenden. Ihnen ist es erlaubt, im Ramadan nach der Fastenuhr von Mekka zu leben. Das heißt, wenn in Mekka die Sonne untergegangen ist, dann dürfen auch Musliminnen und Muslime hoch im Norden das Fasten brechen und einige Stunden später frühstücken, bis in Mekka die Morgendämmerung anbricht.