Gibt es im Bahaitum ein Erntefest?

Eine Klasse an der Ruhi-Arbab-Schule, einer von den Bahai inspirierten Schule in Jamundi-Robles, Kolumbien
Bahá’í International Community
Schulkinder der Ruhi-Arbab-Schule, einer von den Bahai inspirierten Schule, in Jamundi-Robles in Kolumbien setzen kleine Pflänzchen in die Erde.
Parmis
Text von

Hallo Parmis. Im Bahai-Kalender gibt es kein eigenes Erntefest. Trotzdem spielt Dankbarkeit für die Ernte auch in den Bahai-Schriften eine wichtige Rolle.

Das Wachsen von Pflanzen ist, wie alles Leben jedes Lebewesen, Teil von Gottes Schöpfung. Menschen können säen, pflanzen, gießen und die Pflanzen pflegen. Aber dass aus einem kleinen Samenkorn eine Pflanze und daraus eine Frucht wächst, können sie nicht selbst erschaffen. Das Leben und die Natur sind ein Geschenk der Schöpfung von Gott. Dafür können /sollten die Menschen Gott dankbar sein.

Landwirtschaft als eine Form des Gottesdienstes

Baha'ullah sagt, dass die Landwirtschaft besonders wichtig für die Menschheit ist. Arbeit in der Landwirtschaft kann eine Form des Gottesdienstes sein. Denn wer die Erde bearbeitet und Nahrung anbaut, tut etwas Gutes für alle Menschen.

In den Bahai-Schriften wird die Ernte außerdem als Bild für das Leben der Menschen verwendet. So wie ein Feld gepflegt werden muss, damit gute Früchte wachsen können, müssen Menschen ihre Fähigkeiten und guten Eigenschaften entwickeln. Eine „reiche Ernte“ bedeutet dann nicht nur einen vollen Korb mit Früchten, sondern auch Liebe, Freundschaft, Wissen, Hilfsbereitschaft und gute Taten.