Feste im Alten Ägypten

- erinnerten an Geschichten der Göttinnen und Götter
Wandgemälde aus dem altägyptischen Grab zeigt Menschen mit Instrumenten und eine Frau mit einem Gefäß im Hintergrund
Svetla Ilieva/iStockphoto/Getty Images
Ein Wandgemälde aus einem altägyptischen Grab zeigt Frauen, die auf Instrumenten musizieren, unter anderem einer Art Harfe.
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Im Alten Ägypten wurden viele religiöse Feste gefeiert. Sie wurden zu Ehren der Göttinnen und Götter veranstaltet.

Diese Feste waren besonders wichtig im Alten Ägypten:

Das Opet-Fest

Der Sage nach machte der wichtige ägyptische Gott Amun mit seiner Familie jedes Jahr im Spätsommer eine Reise vom Tempel in Karnak zum Tempel in Luxor. Dort traf er den Pharao und bekam neue göttliche Kräfte. Die Menschen feierten das mit einer großen Prozession entlang der Reiseroute. Priester trugen Statuen der Gottheiten in vergoldeten Schreinen auf hölzernen Booten umher. Das Fest Opet dauerte elf Tage lang. Für alle gab es kostenlose Speisen und Getränke.

Das Talfest

Im Spätherbst wurde eine Statue des Gottes Amun von Theben aus in das Wüstental Deir el-Bahari gebracht. Dazu luden die Priester die Statue in einen Schrein und brachten sie mit einem Boot über den Fluss Nil. Auf der anderen Flussseite besuchte Amun dann alle Totentempel, bevor er nach 12 Tagen wieder zurück nach Theben gebracht wurde. Das Volk feierte in der Zeit auf der Ostseite des Nils und gedachte der Toten, die dort in Gräbern lagen. Bei üppigen Festmählern sollten auch die Verstorbenen mitessen.

Das Fest der Katzengöttin Bastet

In der Stadt Bubastis wurden zu Ehren der Katzen- und Liebesgöttin Bastet Rituale der Fruchtbarkeit aufgeführt.

Das ägyptische Neujahrsfest

In der ägyptischen Zeitrechnung hatte jeder Monat genau 30 Tage. Das entspricht 360 Tagen im Jahr. Um auf die 365 nötigen Tage für ein ganzes Jahr zu kommen, fügten die Ägypter noch fünf Schicksalstage hinzu. Sie heißen Epagomenen. Was an diesen Tagen passierte, entschied darüber, wie das neue Jahr werden sollte. Der Jahreswechsel wurde dann mit einem großen Fest begangen. Die Statuen der Göttinnen und Götter wurden dabei auf den Dächern der Tempeln aufgestellt, um von den ersten Sonnenstrahlen des neuen Jahres erleuchtet zu werden.

Götterfeste und Feiertage

Es gab noch viele weitere Feste. Für jede Göttin und jeden Gott wurde ein eigenes Fest veranstaltet, teilweise auch nur in bestimmten Regionen des Reiches. Die Pharaonen feierten das sogenannte Sedfest zur Erneuerung ihrer Kraft. Außerdem gab es sehr viele Feiertage. In der Grabkammer des Pharao Ramses III. fanden Archäologinnen und Archäologen einen Festtagskalender mit 60 Feiertagen im Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es je nach Bundesland nur 10 bis 13 Feiertage jährlich.

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