Ägyptische Mythologie

- die Religion des Alten Königreichs Ägypten
Wandmalerei einer ägyptischen Mumie im Boot des Sonnengottes Ra.
Manuel Velasco/iStockphoto/Getty Images
Wandmalerei einer ägyptischen Mumie im Boot des Sonnengottes Re.
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Die ägyptische Mythologie beschreibt die Religion des Alten Ägyptens. Das Wort „Mythologie" kommt vom altgriechischen „mythos". Es bedeutet „Erzählung" oder „Rede". Das griechische Wort „mythologia" heißt so viel wie „Sagengeschichte". Mit Mythologie sind also alle Geschichten und Mythen einer Religion gemeint. 

Mythen waren schon immer wichtig für Menschen. Sie helfen ihnen, die Welt zu verstehen. Mit ihnen geben Menschen über Jahrhunderte Lebensweisheiten und wichtiges kulturelles Wissen weiter. Der Fachbegriff dafür ist tradieren – so wie im Wort „Tradition".

Die Gottheiten der ägyptischen Mythologie

Die ägyptische Mythologie ist mehr als 5.500 Jahre alt. Die Grundlage der Religion war der Glaube an sehr viele Gottheiten. Es gab Göttinnen und Götter, die in allen Teilen Ägyptens verehrt wurden. Andere waren nur in einzelnen Städten bekannt. Gottheiten wurden entweder in Tier- oder Menschengestalt dargestellt - oder als Menschen mit Tierkopf.

Die wichtigsten Göttinnen und Götter im ägyptischen Kosmos sind:

  • Re, der Sonnengott
  • Osiris, der Gott der Unterwelt und Richter der Toten
  • Isis, die Göttin der Magie und der Geburt und Osiris‘ Frau
  • Anubis, der Gott der Beschützer der Toten
  • Horus, der Himmels- und Lichtgott, Sohn von Isis und Osiris
  • Seth, der Gott der Wüste und der Stürme
  • Bastet, die Katzengöttin und Beschützerin der Frauen
  • Thot, der Gott der Weisheit und des Mondes
  • Hathor, die Göttin der Liebe
  • Maat, die Göttin der Gerechtigkeit und kosmischen Ordnung
  • Ptah, der Schöpfergott

Für die Menschen im Alten Ägypten waren diese Gottheiten in Tieren und der Umwelt sichtbar. Deswegen verehrten sie bestimmte Tiere und mumifizierten sie sogar nach deren Tod, um ihre Körper vor dem Verfall zu schützen. Denn ein wichtiger Teil der ägyptischen Religion war die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod - und dafür, glaubten die Menschen, brauchten sie und die Tiere weiterhin ihre Körper.

Die Verehrung ägyptischer Gottheiten in Tempeln

Die Menschen im Alten Ägypten konnten ihre Göttinnen und Götter zwar überall anbeten, am liebsten waren sie dabei aber in der Nähe eines Tempels. Im Inneren des Tempels beteten sie allerdings nicht so wie bei einem Gottesdienst. Denn die Innenräume durften nur Priester und der Pharao für Opfergaben an die Gottheiten nutzen.

Geopfert wurden Speisen und Getränke, aber auch Schmuck, Salben und weitere Gegenstände. Die Opfergaben waren wichtig, weil sie die Zukunft des ägyptischen Reichs sichern sollten. Die Gottheiten garantierten im Gegenzug nämlich Erfolg in Kämpfen sowie ausreichend Nahrung und Gesundheit.

Die besondere Schrift der ägyptischen Mythologie

Mythen über die Göttinnen und Götter wurden im Alten Ägypten auch aufgeschrieben. Dazu meißelten die Ägypter ihre Schriftzeichen, die Hieroglyphen heißen, in Stein oder schrieben sie auf Papyrus, das sie aus der Papyrus-Pflanze herstellten. Denn Papier, so wie wir es heute kennen, gab es damals noch nicht.

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