Wie unterscheiden sich evangelisch-lutherische und evangelisch-reformierte Christen?

Pfarrer hält Kelch mit Wein beim Abendmahls-Gottesdienst
epd-bild/Bertold Fernkorn
Lutherische Christinnen und Christen und reformierte Christinnen und Christen unterscheiden sich unter anderem in ihren Ansichten zum Abendmahl. (Symbolbild)
Lala
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Hallo Lala. Evangelisch-lutherische und evangelisch-reformierte Christinnen und Christen gehören beide zum evangelischen Christentum. Sie glauben an Jesus Christus, lesen die Bibel und feiern Gottesdienste. Trotzdem gibt es einige Unterschiede, weil es unterschiedliche Konfessionen sind.

Ein wichtiger Unterschied betrifft das Abendmahl. Lutherische Christinnen und Christen glauben, dass Jesus Christus im Abendmahl wirklich dabei ist. Reformierte Christinnen und Christen glauben dagegen, dass Brot und Wein Symbole sind: Indem sie an Jesus erinnern, stärken sie den Glauben.

Auch die Kirchenräume sehen oft unterschiedlich aus. Lutherische Kirchen haben häufig Altäre, Kerzen, Kreuze und Bilder. Reformierte Kirchen sind meist schlichter. Dort steht die Kanzel im Mittelpunkt. Das zeigt: Die Predigt und das Hören auf die Bibel sind besonders wichtig. Mit Bildern an den Wänden hingegen sind reformierte Christinnen und Christen zurückhaltender. Diese sollen nicht von der Bibel als Wort Gottes ablenken. Lutherische Christinnen und Christen nutzen öfter Abbildungen, die den Glauben erklären helfen.

Außerdem haben beide Glaubensrichtungen unterschiedliche Gottesbilder. Lutherische Christinnen und Christen legen besonders Wert auf Gottes Gnade: Menschen können sich Gottes Liebe nicht verdienen. Reformierte Christinnen und Christen betonen hingegen stärker Gottes Größe und seine Herrschaft über die ganze Welt.

Heute arbeiten viele lutherische und reformierte Kirchen eng zusammen. In Deutschland gehören viele von ihnen zur Evangelischen Kirche in Deutschland. Deshalb erleben viele Menschen die Unterschiede im Alltag kaum noch.