Ein betender Pilger mit weißem Turban und indische Pilgerinnen in bunten Gewändern.
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Sikhismus
- die Religion der Sikhs ähnelt dem Islam und dem Hinduismus
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Sikhs im goldenen Tempel Harmandas Sahib in der indischen Stadt Amritsar.
Sarah-Marie Korn, Jane Baer-Krause
06.03.2019 - 12:16

Der Sikhismus ist die Religion der Sikhs. Für sie sind alle Menschen gleich. Ihre Lehre ähnelt in manchen Dingen dem Islam, in anderen Dingen dem Hinduismus. Sie heißt Gurmat und enthält drei Grundsätze:

  • Bete zu Gott.
  • Arbeite hart für deinen Lebensunterhalt.
  • Teile mit anderen.

Der Sikhismus ist vor weniger als 500 Jahren in Punjab in Nordindien entstanden. Der Gründer der Religion heißt Guru Nanak. Er lebte von 1469 bis 1538. Nanak hatte zehn Nachfolger. Der letzte von ihnen starb vor rund dreihundert Jahren. Seitdem verehren die Sikhs als Guru ihre heilige Schrift. Sie heißt „Adi Guru Granth Sahib“ und wird auch oft kurz "Adi Granth" oder "Granth Sahib" genannt.

Die heiligste Stätte der Sikhs ist der Goldene Tempel Hari Mandir oder Harmandir Sahib. Er steht in auf einer Insel in Amritsar in Punjab, dem „Geburtsland“ der Religion. Täglich besuchen ihn mehr als tausend Pilgernde.

Viele Sikhs möchten Punjab zu ihrem eigenen Staat machen. Das führt immer wieder zu Konflikten mit den Hindus, die das Land nicht gerne abgeben möchten.

Sikhs erkennst du oft an ihrer Kleidung und an ihrem Aussehen. Die Männer tragen meist Pluderhosen, einen Armreif aus Stahl und einen Dolch oder Säbel bei sich. Außerdem verbietet ihre Religion das Haareschneiden. Die Männer haben daher oft lange Bärte. Ihre langen Haare wickeln sie unter einem bunten Turban auf. Er hat gleich mehrere Namen. Manche nennen ihn Pag oder Pagrri, andere sagen Dastar oder Keski. Auch viele Frauen tragen Pluderhosen. Sie verbergen ihre Haare nur teilweise unter einem losen Kopftuch.