Was passiert eigentlich, wenn Erwachsene so beschäftigt sind, dass Kinder ihre eigenen Lösungen finden?
Genau das erlebt Mika. Sein Papa muss arbeiten und der versprochene Ausflug fällt aus. Als Trost darf Mika sich ein Haustier kaufen. Eigentlich eine gute Idee – doch aus einem Tier werden plötzlich zwei, dann drei und schließlich eine ganze, ziemlich verrückte Wohngemeinschaft. Denn jedes Tier braucht etwas, das erst das nächste Tier mitbringen soll. Wie das alles passieren konnte und warum ausverkaufte Seepferdchen dabei eine Rolle spielen, macht diese Kettengeschichte zu einem herrlich witzigen Vorlesespaß.
Die Illustrationen von Katja Gehrmann sind voller Witz und kleiner Details. Während der Papa konzentriert arbeitet, entdecken die Kinder auf jeder Seite, wie sich die tierische Wohngemeinschaft immer weiter ausbreitet. Viele Gags stecken nicht im Text, sondern in den Bildern. Gerade deshalb lohnt es sich, jede Seite genau anzuschauen – immer wieder gibt es Neues zu entdecken.
Seepferdchen sind ausverkauft ist viel mehr als eine lustige Tiergeschichte. Das Buch erzählt mit viel Humor vom Familienalltag, vom Aneinandervorbeireden, von Fantasie und davon, wie Kinder Probleme auf ihre ganz eigene Weise lösen. Gerade das Zusammenspiel aus trockenem Erzählstil und immer verrückter werdenden Bildern sorgt für jede Menge Lacher.
Besonders gut gefällt mir, wie das Buch augenzwinkernd zeigt, dass Kinder und Erwachsene manchmal in völlig unterschiedlichen Welten unterwegs sind – und wie leicht man etwas übersehen kann, wenn man nicht richtig hinschaut.
Ob der Papa den tierischen Trubel am Ende doch noch bemerkt? Und was aus dem kleinen Zoo wird? Das müsst ihr selbst herausfinden!
Katja Gehrmann und Constanze Spengler
Moritz Verlag
ISBN: 978-3-89565-391-9
15 Euro
Ab 5 Jahren
