Sikhi Kalender

- das Leben als Kreislauf
abstrakte verschwommene Landschaft in grün und braun in Kreisstruktur und Sonnenlichtstern in der Mitte
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Die Sikhs verstehen das Leben als einen Kreislauf immer wiederkehrender Muster. (Symbolbild)

In der Sikhi verstehen Sikhs das Leben als einen Kreislauf, so wie es in der Natur bei den Jahreszeiten ist.

Sikhs sehen in der Zeit nicht in erster Linie ein Ordnungssystem, in das Menschen Termine eintragen, zum Beispiel Geburtstage, Todestage, Schultage und Feiertage. Gleichwohl leben Sikhs in Gesellschaften, in denen Zeit einen messbaren Charakter hat und es eine Zeitrechnung gibt. Sie sind vertraut mit dem heute weltweit verbreiteten gregorianischen Kalender, wo Neujahr am 1. Januar gefeiert wird. Sie kennen aber auch andere Kalender, wie den Bikrami, der sich nach der Sonne und dem Mond richtet. Bei diesem Kalender ist Neujahr im Frühling, wenn alles zu blühen beginnt.

Für Sikhs steht im Vordergrund, im Einklang mit den Rhythmen der Natur zu leben. Diese Rhythmen in Form der Jahreszeiten lassen sich bildlich gesprochen auf den Menschen übertragen: Auch ein Mensch kann aufblühen und schöne Früchte hervorbringen, wenn sein Leben dem Wohl der Mitmenschen dient und im Einklang mit der Natur ist. Diese Früchte sind Tugenden wie Liebe, Ehrlichkeit, Mut und Hilfsbereitschaft.

Das Leben als einen Kreislauf zu verstehen, bedeutet für Sikhs, Respekt vor unserem Planeten und allen Lebewesen zu haben. Und so endet für Sikhs das Leben nicht mit dem Tod eines Lebewesens. Und ein Jahr endet auch nicht mit dem letzten Tag eines bestimmten Kalenderjahres. Stattdessen sehen Sikhs nach dem Vergehen zugleich einen Neuanfang. Ganz so wie wenn jemand eine Tür öffnet und von einem Zimmer in ein anderes Zimmer geht.