Ridvan kommt aus dem arabischen und bedeutet Paradies. Es ist das größte und wichtigste Fest der Bahai. Das Fest dauert zwölf Tage und erinnert an die Verkündigung Baha’ullahs im Garten Ridvan in Bagdad im heutigen Irak. In diesen Tagen erklärte Baha’ullah seinen Freundinnen und Freunden sowie seiner Familie, dass er der von allen Religionen verheißene neue Messias ist und eine Botschaft von Gott bringt. Zugleich bereitete sich Baha’ullah auf seine nächste Verbannung nach Konstantinopel vor, das ist heute Istanbul in der Türkei.
Rosen für die Freundinnen und Freunde
Im Garten Ridvan wohnte er in einem Zelt und nahm dort Abschied von den Freundinnen und Freunden, die nicht mitkommen konnten. Jeden Morgen schnitten die Gärtner für ihn wunderschöne Rosen und legten sie in die Mitte seines Zeltes. Der Berg an Rosen war so hoch, dass seine Freundinnen und Freunde ihn beim Morgentee nicht mehr sehen konnten. Baha’ullah gab alle diese wunderschönen Rosen seinen Freundinnen und Freunden, so dass diese sie wiederum ihren Freundinnen und Freunden in der Stadt bringen konnten.
Rosen der Liebe
Wenn Bahai heute das Ridvan-Fest feiern, schmücken sie den Raum oft mit vielen wunderschönen Rosen. Damit wird die Stimmung dieser Tage spürbar, wenn die Geschichte von Baha’ullah im Garten Ridvan erzählt wird. Für die Bahai steht die Rose für die Verkündigung Baha’ullahs und auch für die göttliche Liebe und Schönheit. Baha’ullah schreibt:
„Pflanze in den Garten deines Herzens nichts als die Rose der Liebe…“
Hier steht die Rose für die Liebe Gottes, die im Inneren des Menschen wachsen soll. Seit Beginn ist in der Bahai-Religion die Liebe, die Verbindung mit Gott und die Entwicklung der Seele sehr wichtig. Die Rose ist ein Symbol dafür.
