Grafische Übersicht über das Bahai-Jahr mit 19 Monaten und jeweils 19 Tagen.
© Grafik: Jane Baer-Krause
Bahai-Kalender
- auf dem Badi-Kalender dreht sich viel um die Zahl 19
Jane Baer-Krause
Die Monate auf dem Bahai-Kalender sind nach Eigenschaften Gottes benannt wie zum Beispiel Glanz, Schönheit, Licht und Barmherzigkeit.

Der Jahreskalender der Bahai ist ein reiner Sonnenkalender. Er heißt auch Badi-Kalender.

Der Tag beginnt und endet für Bahai wie für Musliminnen und Muslime mit dem Sonnenuntergang.

Die Woche hat auf dem Bahai-Kalender wie auf jedem anderen Kalender sieben Tage. Die Namen der Wochentage beschreiben Gott. Es gibt keinen Wochentag mit einer besonderen Bedeutung.

Ihre 19 Monate haben Bahai ebenfalls nach Namen oder Eigenschaften Gottes benannt. Sie heißen zum Beispiel Glanz, Schönheit, Licht und Barmherzigkeit. 
An jedem ersten Tag des Monats feiern viele Bahai eine besondere Andacht mit einem anschließenden Treffen der Gemeinde. Dort besprechen sie viele Dinge oder klönen ein wenig. Weil diese Feier an jedem Monatsanfangstag und damit 19 Mal mit Jahr stattfindet, heißt sie 19-Tage-Fest. Im letzten Monat des Bahai-Jahres fasten viele Bahai. Dazu müssen sie aber mindestens 15 Jahre alt sein.

Das Bahai-Jahr beginnt am Frühlingsbeginn, wenn Tag und Nacht gleich lang sind. Das ist auf dem Weltkalender der 21. März. Viele Bahai beenden am Neujahrstag Naw-Ruz die Fastenzeit.
Jeder der 19 Monate hat auch 19 Tage. Weil alle zusammen nur 361 Tage dauern, gibt es auf dem Bahai-Kalender zwischen dem 18. und dem 19. Monat vier "Eingeschobene Tage", in Schaltjahren  sogar fünf. Damit hat der Bahai-Kalender wie das Sonnenjahr des Weltkalentders 365 oder 366 Tage im Jahr. In dieser Zeit wandert die Erde genau einmal um die Sonne. Die "Eingeschobenen Tage" behandeln viele Bahai wie ein Geschenk.

Der Vahid ist eine Besonderheit in der Zeitrechnung. Mit ihm verbinden Bahai jeweils 19 Jahre zu einer ziemlich langen Zeitspanne. Vahid heißt Einheit. Damit ist die Einheit Gottes gemeint.
Außerdem gibt es noch einen weiteren, superlangen Zeitabschnitt. Er heißt Kull-i-Shay. Das bedeutet „alle Dinge“. Diese Zeitspanne dauert 19 x 19 und damit 361 Jahre. Im Jahr 2015 begann für Bahai der zehnte Vahid im ersten Kull-i-Shay.

Die Zeitrechnung der Bahai-Gemeinde und den Bahai-Kalender hat Baha’ullah eingeführt als der Bab seine Botschaft verkündete. Das war nach dem Weltkalender das Jahr 1844/1845.