Die Evangelische Kirche in Deutschland verleiht jedes Jahr den Robert Geisendörfer Preis für besondere Leistungen in den Medien. Eine Jury zeichnet Beiträge aus Fernsehen und Radio aus und bewertet auch Kindermedien.
Der Kindermedienpreis 2026 wird an zwei Beiträge verliehen:
Die Sendung mit der Maus – „Felix Nussbaum“
Die Autoren Renate Bleichenbach und Clemens Gersch sowie der Regisseur Matthias Bruhn vom Westdeutschen Rundfunk erhalten den Kindermedienpreis für den dokumentarischen Trickfilm "Felix Nussbaum" aus der Sendung mit der Maus.
Die Sendung mit der Maus erzählt Kindern einfühlsam und verständlich das Leben des jüdischen Malers Felix Nussbaum. Stolpersteine gehören zum Stadtalltag, doch kaum jemand erfährt die Geschichte hinter den kleinen Gedenktafeln. Diese Spezialausgabe der Sendung mit der Maus pflegt Erinnerungskultur in einer Zeit, in der Teile der Gesellschaft das Kapitel des Nationalsozialismus ausblenden möchten. Sie würdigt einen jüdischen Künstler, der weitgehend in Vergessenheit geraten ist, und regt dazu an, in Zukunft nicht achtlos an den Stolpersteinen vorbeizugehen.
Ein besonderer Höhepunkt ist der animierte Kurzfilm „Pit und Peggs Traumreise“, der auf Entwürfen Felix Nussbaums basiert. Das verschollene Drehbuch des Autoren wird darin rekonstruiert. Dabei wurde auch bekanntes Archivmaterial eingebaut. Darin wird er nicht nur als Opfer des Nationalsozialismus dargestellt, sondern auch als kreativen Künstler. Die Sendung ist ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen.
Hier geht es zur Sendung mit der Maus "Felix Nussbaum".
„Lenas Hof“
Die Autorinnen Simon Thummet und Elena Walf vom Zweiten Deutschen Fernsehen erhalten den Kindermedienpreis für die Animation-Trickserie "Lenas Hof".
Die Animationsserie Lenas Hof erzählt in kurzen, wortlosen Episoden von Freundschaft, Gemeinschaft und Miteinander. Mit ihren coolen Bildern, etwas klassischer Musik und viel Raum für eigene Ideen vermittelt sie Verantwortung und Zusammenhalt für Kinder.
