Sicher in den sozialen Medien

- fünf Tipps für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Handy mit Social Media Icons
Lutz Neumeier/Fundus
Im Umgang mit den sozialen Medien ist es immer gut, wenn du hinterfragst, was du siehst.
Text von

Soziale Medien sind wie Treffpunkte im Internet, in denen Menschen ab 13 Jahren Fotos, Videos und Erfahrungen aus ihrem Leben mit anderen teilen können. Vielleicht hast du auch schon mal Beiträge auf TikTok, Instagram oder YouTube angesehen. Die sozialen Medien zu entdecken, macht Spaß und mit unseren fünf Tipps bist du dabei auch sicher.

1. Lebe deine Kreativität, aber schütze deine Privatsphäre! 

Wenn du gerne fotografierst, zeichnest oder malst, kann es schön sein, deine Kunstwerke in den sozialen Medien deinen Freundinnen, Freunden und Verwandten zu zeigen. Denk aber daran: Was einmal im Internet veröffentlicht ist, kann auch später noch von anderen gefunden werden. Und manche social media-Plattformen können Deine Bilder und Videos auch weiterverwenden.

Was du tun kannst:

  • Verrate nie in Beiträgen, wo du wohnst oder wie es bei euch zuhause aussieht. Diese Informationen sind privat. 
  • Mach dein Profil nur für die Menschen sichtbar, die du auch wirklich kennst.
  • Poste keine Bilder anderer Personen, ohne sie vorher um ihr Einverständnis zu bitten. Jeder Mensch hat das Recht, für sich selbst zu entscheiden, ob er oder sie im Internet zu sehen sein möchte. 

2. Entdecke die Welt, aber hinterfrage, was du siehst!

Das Tolle an sozialen Medien ist, dass du dort Beiträge aus der ganzen Welt findest und dabei viel Neues lernen kannst. Aber Achtung: Nicht alles, was du im Internet siehst, ist auch wahr. Manche Menschen erfinden Geschichten, um anderen Angst zu machen oder Aufmerksamkeit zu bekommen. Diese „falschen Nachrichten“ heißen auf Englisch „Fake News“.

Was du tun kannst: 

  • Frage dich immer, ob eine Information wirklich stimmen kann. Besonders dann, wenn sie starke Gefühle in dir auslöst, du zum Beispiel sehr lachen musst oder traurig wirst. 
  • Überprüfe Informationen erst, bevor du sie weitererzählst. Schau dir zum Beispiel genau an, wer die Information verbreitet hat. Wenn du dabei Hilfe brauchst, frage einen Erwachsenen.

3. Hab Spaß daran, dich mit anderen auszutauschen - aber immer mit Respekt!

Chatten oder Beiträge Kommentieren macht Spaß. Erhältst du aber beleidigende und verletzende Kommentare zu einem Post oder gemeine private Nachrichten, ist das Cybermobbing und das ist nie in Ordnung. 

Was du tun kannst:

  • Wirst du selbst in den sozialen Medien gemobbt, mach einen Screenshot davon und erzähle es einem Erwachsenen.
  • Wenn du mitbekommst, wie jemand in den sozialen Medien gemobbt wird, unterstütze die Person mit einer netten Nachricht und hol Hilfe von einem Lehrer, einer Lehrerin oder einem Elternteil. 

4. Trends können Gutes bewirken, aber sei vorsichtig!

Viele Menschen können gemeinsam viel bewirken. In den sozialen Medien starten darum immer wieder Challenges. Das sind Aktionen, die jemand vormacht und die andere nachmachen sollen. Gute Challenges fordern zum Beispiel dazu auf, Müll zu sammeln oder älteren Menschen im Alltag zu helfen. Manche Challenges sind aber gefährlich.

Was du tun kannst:

  • Wenn dir ein Trend komisch vorkommt, vertrau deinem Bauchgefühl und lass es sein. Du musst nicht bei allem dabei sein, nur weil andere es sind. 
  • Wenn du den Eindruck hast, dass du oder andere in Gefahr geraten könntet, sprich mit einem Erwachsenen darüber. 

5. Mach mal Pause: Finde heraus, was dir guttut!

In den sozialen Medien vergeht die Zeit wie im Flug. Es gibt so viel zu sehen und zu hören, das kann ziemlich anstrengend für dein Gehirn sein. Dein Körper reagiert darauf mit vielen Gefühlen: Mal lachst du, mal erschrickst du. Gib deinem Kopf nach 20 bis 30 Minuten eine Auszeit. 

Was du tun kannst:

  • Stell dir einen Timer und schließe die sozialen Medien, wenn er klingelt. Wenn du dabei Unterstützung brauchst, gibt es auch Apps, die helfen, weniger Zeit in den sozialen Medien zu verbringen. 
  • Achte darauf, auch Hobbys einzuplanen, bei denen du nicht auf einen Bildschirm schaust.