Teilen spielt eine wichtige Rolle im alevitischen Glauben. Zwar gibt es keine vorgeschriebene Pflicht, regelmäßig Geld zu spenden oder einen festen Anteil des Einkommens abzugeben. Wer mehr hat, soll aber mit denen teilen, die weniger haben. Das geschieht meist freiwillig.
Besonders in der Cem-Gemeinde, also bei den religiösen Zusammenkünften, wird gemeinsam gegessen und geteilt. Die Gläubigen bringen Essen, Getränke oder Geld mit, um daraus ein gemeinsames Mahl, das Lokma heißt, zuzubereiten. Dieses Essen ist für alle da unabhängig davon, ob jemand viel oder wenig besitzt.