Hallo. Im Hinduismus ist die Beziehung zu einem Gott oder einer Göttin mehr als nur der Wunsch danach, Hilfe oder Glück zu bekommen. Es geht um Liebe und Hingabe zu einer bestimmten Gottheit - und das nicht nur in besonderen Lebenssituationen der Not oder Dankbarkeit, sondern immer. Wer diese Gottheit ist, hat oft mit der hinduistischen Tradition und der Familie zu tun.
In einer der heiligen Schriften der Hindus, der Bhagavad Gita, erklärt Krishna, dass Menschen aus verschiedenen Gründen beten. Manche wenden sich an Gott, wenn sie traurig sind oder Hilfe brauchen. Andere beten für Erfolg, Gesundheit oder Geld. Wieder andere möchten die Wahrheit über das Leben verstehen. Menschen, die Gott lieben, ohne etwas dafür zu erwarten, gelten als besonders weise.
Hindus wollen in allen Lebenslagen an Gott denken
Viele Hindus versuchen also, immer an Gott zu denken. Das nennt man Smaranam. In guten Zeiten danken sie Gott. In schwierigen Zeiten suchen sie Trost und Stärke im Glauben.
Viele Hindus versuchen, durch Gebete und Meditation inneren Frieden zu finden. Sie glauben, dass ihnen der Glaube hilft, in guten wie in schlechten Zeiten ruhig und freundlich zu bleiben. Gläubige streben danach, wahre Gottergebene, also Bhakta, zu werden. Deshalb versuchen viele Hindus, sich immer an den Namen Gottes zu erinnern. nicht nur in schweren Zeiten, sondern auch im Alltag und in glücklichen Momenten. Sie beten, singen heilige Lieder oder sprechen den Namen Gottes, um sich Gott näher zu fühlen.
