Geld an sich gilt im Christentum nicht als schlecht, sondern als Werkzeug. Es dient dazu, sich selbst und andere Menschen zu versorgen. Auch viel Geld zu besitzen, also Reichtum ist an sich nicht schlecht. Doch Menschen sollen sorgsam mit ihrem Geld umgehen und verantwortlich mit denen in Not teilen.
Denn der Wert eines Menschen hängt niemals von seinem Reichtum ab. Deshalb darf Geld im Leben nicht wichtiger werden als Gott und die Mitmenschen. Dem widerspricht die Gier, immer mehr Geld besitzen zu wollen.
Geld soll nicht das Leben beherrschen
Jesus warnte davor, nur noch an Besitztum zu denken. Er sagte: „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ (Matthäusevangelium, Kapitel 6, Vers 24). Der Begriff Mammon stammt vom Volk der Aramäer und bedeutet „Besitz“ oder „Vermögen“. Jesus meint hiermit den Reichtum, der das ganze Leben beherrscht.
In den ersten christlichen Gemeinden teilten Menschen deshalb sogar ihre ganze Habe miteinander. Sie versorgten auch Menschen in ihren Gemeinden, denen das Nötigste fehlte (Apostelgeschichte, Kapitel 4, Verse 32–35). So besaßen alle ohne größere Unterschiede ein ähnliches Vermögen.
Arbeit für sich und andere
Auch Arbeit spielt im Christentum eine wichtige Rolle. Durch ihre Arbeit verdienen Menschen Geld und sorgen füreinander. Dazu gehört auch Arbeit ohne Bezahlung, etwa Kinder zu betreuen oder Hilfsbedürftige zu versorgen. Die Bibel fordert einen gerechten Lohn für geleistete Arbeit. Menschen verdienen aber auch ohne einen bezahlten Arbeitsplatz Hilfe und Respekt.
Almosen, Spende, Zehntabgabe im Christentum
Freiwillige Gaben für arme Menschen heißen Almosen. Wenn Kirchengemeinden Geld im Gottesdienst sammeln, heißt das Kollekte. Dann spenden Christinnen und Christen beispielsweise für Lebensmittel, Nothilfe oder diakonische Aufgaben hier und in anderen Ländern.
