Umgang mit Gewalt im Islam

- Muslime sollen Konflikte friedlich lösen
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Musliminnen und Muslime dürfen anderen Menschen keinen Schaden zufügen, sie verletzen, töten oder beleidigen. Musliminnen und Muslime müssen allen Menschen gegenüber nett und freundlich sein. Leider gibt es aber auch Musliminnen und Muslime, die sich nicht an diese Regeln halten.

Gewalt im Islam: Selbstverteidigung und Notwehr sind Ausnahmen

In einigen Versen im Koran steht, dass Menschen sich verteidigen dürfen, wenn sie angegriffen werden. Diese Verse wurden in einer Zeit offenbart, als die Musliminnen und Muslime in Medina wirklich von ihren Gegnerinnen Gegnern angegriffen wurden. Sie mussten sich schützen, damit sie nicht verletzt oder getötet werden. Allerdings gilt Gewalt zur Selbstverteidigung immer als letztes Mittel. 

Bevor eine Gegenwehr mit Gewalt durchgeführt wird, müssen Gespräche geführt und verhandeln werden. Wenn das nichts bringt, dann sollten Hilfe geholt oder andere friedliche Wege gesucht werden, um einen Streit zu lösen. Nur wenn all das nicht funktioniert und jemand wirklich angegriffen wird, darf er sich auch verteidigen. 

Verse im Koran, die Gewalt erlauben, gehören zu einer bestimmten Situation in der Geschichte der Musliminnen und Muslime. Sie erklären, was damals passiert ist und warum die Menschen sich verteidigen mussten. Das bedeutet heute, dass jemand sich nur verteidigen darf, wenn es wirklich einen Angriff gibt. Es reicht nicht, nur das Gefühl zu haben, dass vielleicht eine Gefahr bestehen könnte.

Koran: Allah alleine entscheidet über Menschen, die nicht glauben

Der Glaube ist etwas zwischen dem Menschen und Gott. Niemand darf über andere Menschen urteilen, ob sie glauben oder nicht. Nur Allah weiß, was in den Herzen der Menschen ist und wie die Menschen denken. Und nur Allah entscheidet, was mit Menschen geschieht, die nicht glauben. Im Koran, im Sure 7 Vers 156 steht, dass Allah allein die bestraft, die sich falsch verhalten haben. Und gleichzeitig umfasst seine Barmherzigkeit alles. Das bedeutet, Allah handelt aus Güte und Barmherzigkeit. Weil Barmherzigkeit eine wichtige Eigenschaft Allahs ist, sollen auch die Menschen barmherzig miteinander umgehen.

In einem anderen Vers, in Sure 5, Vers 32 im Koran steht außerdem: „Wenn jemand einen Menschen tötet, ist es so, als hätte er die ganze Menschheit getötet.“ Damit wird deutlich, wie wichtig und wertvoll das Leben jedes einzelnen Menschen wert ist. Und dass das Leben eines Menschen genau so viel wert ist, wie das Leben aller Menschen auf der Welt. jedes Leben gehört Allah. Wird ein Mensch absichtlich getötet, wird etwas zerstört, das Allah gehört. Darum ist Töten eine sehr schlimme Handlung.

Menschen sind bei Musliminnen und Muslimen in Sicherheit

Im Islam gibt es viele Überlieferungen und Erzählungen, die berichten, was der Prophet Muhammad gesagt oder getan hat. Diese Überlieferungen heißen Hadithe. Sie helfen Musliminnen und Muslimen zu verstehen, wie sie sich gut verhalten können. Ein sehr verbreiteter Hadith besagt, dass eine Muslimin oder ein Muslim jemand ist, vor dessen Hand und Zunge die Menschen sicher sind. Das bedeutet, dass ein guter Muslim anderen Menschen nichts Schlechtes antut. Sie oder er verletzt niemanden mit der Hand und sagt nichts Gemeines mit der Zunge. Alle sollen sich bei ihr oder ihm sicher und geschützt fühlen.