Was passiert mit den Opfergaben im Hindutempel?

Su
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Hallo, Su. Wenn Menschen einen Hindu-Tempel besuchen, bringen sie oft Blumen, Obst, Süßigkeiten, Milch oder Wasser mit. Diese Gabe heißt Naivedya. Beim Gebet legt der Priester sie der Gottheit vor. Hindus glauben, dass die Gottheit die Gabe und die dahinterliegende Liebe annimmt.

Nach Gebeten und Mantras wird die Opfergabe zu Prasad, was „gesegneter Segen“ oder „Gnadengeschenk“ bedeutet. Der Priester gibt das Prasad an die Gläubigen und die essen es respektvoll.

In vielen Tempeln gibt es kostenlose Mahlzeiten für Bedürftige

Viele Tempel verwenden gespendete Lebensmittel, um kostenlose Mahlzeiten für Besucher und Bedürftige zuzubereiten. Das nennt man Anna-dana, also Nahrung geben.

Gottheiten werden mit Blumen geschmückt. Später erhalten die Gläubigen die Blumen oder sie werden der Natur zurückgegeben. Manchmal verteilt der Priester auch Wasser oder Milch aus Ritualen als Segen.

Hindus glauben, dass alles ursprünglich vom Göttlichen stammt. Durch das Geben und Empfangen der Opfergaben entsteht ein Gefühl von Verbindung zu Gott und zur Gemeinschaft.