Der Satz aus dem Matthäusevangelium (Kapitel 10, Vers 37) klingt zunächst sehr hart. Jesus meint damit nicht, dass man seine Eltern nicht lieben soll. Er sagt an anderer Stelle selbst: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Matthäusevangelium, Kapitel 22, Vers 39). Dazu gehören auch die Menschen in der eigenen Familie.
Mit diesem Satz will Jesus aber sagen: Die Beziehung zu Gott soll an erster Stelle stehen.
Als Jesus einige Menschen aufforderte, mit ihm unterwegs zu sein, war das für viele eine große Veränderung. Sie verließen ihren Alltag und folgten ihm. Das konnten ihre Familien oft nicht verstehen, und manchmal hatten sie wenig Verständnis. Sie waren besorgt, weil plötzlich ein wichtiger Mensch fehlte, der für die Familie sorgte und Verantwortung trug.
Entscheidungen für den Glauben treffen
Jesus macht deutlich: Wer sich für ihn entscheidet, muss manchmal schwere Entscheidungen treffen. Es kann sein, dass der Glaube wichtiger wird als das, was andere erwarten.
Heute können Christinnen und Christen können nicht mehr mit Jesus durch das Land ziehen. Aber sie können sich fragen: Was ist mir wirklich wichtig? Und dann ihr Leben so gestalten, wie es zu ihrem Glauben passt – auch wenn andere das nicht verstehen.
