Muhammad Asad war ein Journalist und islamischer Denker. Das bedeutet, er hat viel darüber nachgedacht, wie die Lehren des Islam den Menschen in ihrem Alltag helfen können.
Muhammad Asad hieß aber nicht von Geburt an so. Er wurde im Jahr 1900 als Leopold Weiss in eine sehr religiöse, jüdische Familie in Lemberg geboren. Diese Stadt gehörte früher zu Österreich-Ungarn und liegt heute in der Ukraine.
Als junger Mann reiste Leopold Weiss durch verschiedene arabische Länder. Dort war er sehr beeindruckt von der arabischen Kultur und von dem Zusammenhalt in den islamischen Gemeinschaften.
Leopold Weiss wurde zu Muhammad Asad
Leopold Weiss suchte nach Orientierung in seinem Leben und fand sie im Islam. 1926 entschied er sich, Muslim zu werden. Ab diesem Moment nannte er sich Muhammad Asad. Er besuchte die heilige Stadt Mekka und schrieb ein Buch über seine Reise: „Der Weg nach Mekka“.
Viele Jahre lang studierte er die islamischen Schriften und wurde am Ende selbst ein wichtiger muslimischer Gelehrter. Er übersetzte den Koran ins Englische. Diese Übersetzung gibt es auch auf Deutsch. Sie heißt „Die Botschaft des Koran“.
Muhammad Asad war für die Religionen wie eine Brücke, die zwei Länder miteinander verbindet. Er kannte das Judentum und den Islam sehr gut und konnte dadurch die beiden Religionen näher zusammenbringen - und auch Europa und die islamische Welt.