Hallo. Vergewaltigung ist ein Verbrechen und eine Sünde. Wer vergewaltigt wird, begeht keine Sünde. Die Schuld liegt allein beim Täter. Eine Vergewaltigung ist eine schwere Gewalttat, bei der ein Mensch gegen seinen Willen zu sexuellen Handlungen gezwungen wird.
Allah verurteilt keinen Menschen für eine Zwangslage.
Im Islam sind Zwang, Gewalt und Ungerechtigkeit verboten. Ein Mensch darf einem anderen keinen Schaden zufügen oder Gewalt verüben. Das gilt auch für sexuelle Gewalt. Wer gegen den eigenen Willen zu etwas gezwungen wird, trägt dafür keine religiöse Schuld. Im Koran heißt es:
„Allah belastet keine Seele über ihr Vermögen hinaus." (Sure 2, Vers 286).
Das heißt, kein Mensch wird für etwas zur Verantwortung gezogen, für das er nichts kann und keine Schuld trägt.
Wer vergewaltigt wurde, trägt keine Schuld, sondern ist ein Opfer.
Auch die islamische Überlieferung betont, dass Menschen für Handlungen, zu denen sie gezwungen werden, nicht verantwortlich gemacht werden. Wer vergewaltigt wurde, muss sich deshalb weder vor Allah noch vor anderen Menschen schämen. Die Verantwortung trägt allein der Täter. Ein Opfer hat das Recht auf Schutz, Hilfe und Unterstützung. Es darf über das Erlebte sprechen und muss keine Schuldgefühle haben. Niemand darf es wegen der Tat verurteilen oder ausgrenzen.
