Illustration der biblischen Figur Debora in einem roten Kleid, mit weißer Kopfbedeckung und einer Schriftrolle in der Hand unter einer Palme vor blauem Himmel.
© Illustration: Alexa Winderling
Debora
- Richterin, Dichterin und Prophetin
Gustave Doré/Wikimedia
Das Lied der Debora von Gustave Doré

Debora war eine jüdische Richterin und Dichterin und wird auch als Prophetin verehrt. Sie war verheiratet mit Lappidot. Auf hebräisch heißt Debora Dwora. Der Name bedeutet „Biene“ oder auch „die Wortgewaltige“.

Über Debora berichtet das "Buch der Richter" in der Bibel. Danach lebte sie im Land Kanaan, kurz nachdem die Israeliten nach ihrer Flucht aus Ägypten und der langen Wanderung durch die Wüste dort angekommen waren. Es heißt, dass Debora oft unter einer Palme gesessen und Menschen beraten oder Gericht gehalten hat.

Als Prophetin soll Debora den Kämpfern vor der Schlacht am Berg Tabor eine Anweisung von Gott gegeben haben. Sie besagte, wann die Schlacht beginnen und wer sie leiten sollte.

An die Dichterin Debora erinnern sich viele Jüdinnen und Juden bis heute Woche für Woche regelmäßig. Denn ein Vers ihres Debora-Liedes gehört zum großen Begrüßungslied des Schabbat. Das Begrüßungslied heißt „Lecha dodi“ und das Debora-Lied "Auf, auf, Debora! Auf, auf und singe ein Lied!"  Der Name Debora kommt darin allerdings gar nicht vor. Statt dessen heißt die Prophetin und Dichterin darin nur "eine Mutter in Israel". Aber trotzdem weiß jeder, wer damit gemeint ist.