Ein für eine Schabbat-Mahlzeit gedeckter Tisch.
© Debora Lapide
Schabbat
- der jüdische Ruhetag
epd-bild/Heike Lyding
Juden feiern am Freitagabend in einem Raum in Frankfurt am Main Schabbat, wobei die Gemeindemitglieder einen Gebetsschal über den Vorbeter halten.
31.01.2013 - 15:42

Der Schabbat ist ein Ruhetag und der wichtigste Feiertag im Judentum. Er beginnt in jeder Woche am Freitagabend mit der Begrüßungsfeier Kabbalat-Schabbat und endet am Samstagabend mit der Hawdalla-Zeremonie.

Der Samstag ist nach dem jüdischen Kalender der siebte Tag der Woche. Nach der hebräischen Bibel hat Gott in sechs Tagen die Welt erschaffen und den siebten Tag der Woche zum heiligen Ruhetag erklärt. Laut Bibel soll an diesem Tag jedes Wesen - Mensch und Tier - nach einer anstrengenden Woche wieder zu sich finden und neue Kraft schöpfen. Der Mensch soll am Schabbat seine Beziehung zu Gott stärken und ihm für die Schöpfung danken. Ebenso wird an den Auszug aus Ägypten gedacht, durch den die Juden ein Volk wurden. Daher ist das Arbeiten am Schabbat nach  Tora verboten. In Israel sind an diesem Tag fast alle Geschäfte geschlossen. Auch in Deutschland empfangen jüdische Restaurants von Freitagabend bis Samstagabend in der Regel keine Gäste. Nur die wichtigsten Tätigkeiten sind erlaubt. In Krankenhäusern und Pflegeheimen, im Bus- und Bahnverkehr, im Polizeidienst, bei der Feuerwehr oder in den Notdiensten von Wasserwerken, Stromlieferern oder Tierheimen und vielen anderen lebenswichtigen Bereichen muss die Arbeit natürlich weiter gehen. Dort dürfen Juden auch am Schabbat arbeiten, oder sie tauschen ihre Schicht mit Nichtjuden. 

Im Gottesdienst am Samstagmorgen werden der spezielle Toraabschnitt (Parascha) und der dazugehörige Teil aus den Prophetenbüchern gelesen. Er heißt Haftara. Am Nachmittag gibt es auch einen Gottesdienst. Außerdem trifft man sich gerne zum Toralernen. Zur Feier des Tages sind drei Schabbat-Mahlzeiten vorgeschrieben. Jede beginnt mit dem Kiddusch, dem Segen über den Speisen.