Verkündigung des Bab
- Muhammad-Ali ist der neue Gottesbote
epd-bild/Debbie Hill
Für die Bahai ist der "Schrein des Bab" in der Stadt Haifa in Israel das Weltzentrum ihrer Religion. Der Bahai-Schrein steht auf die Liste des Weltkulturerbes.
15.04.2013 - 15:47

Mit dem Festtag „Verkündigung des Bab“ feiern viele Bahai eine ganz besondere Begebenheit im Mai des Jahres 1844. Damals soll sich herausgestellt haben, dass der junge Kaufmann Muhammad-Ali der neue Gottesbote war, auf den Menschen vieler Religionen gewartet hatten. Sie nannten ihn auch den Verheißenen. Muhammad-Ali selbst nannte sich Bab. Das arabische Wort bedeutet „Tor“.

Der Bahai-Geschichtsschreiber Nabil berichtet, dass der islamische Gelehrte Mulla Husayn im Mai 1844 den jungen Kaufmann Muhammad-Ali traf. Die beiden unterhielten sich lange. Im Gespräch erzählte Husayn von seiner Suche nach dem Verheißenen und beschrieb schließlich auch, an welchen Zeichen die Menschen den neuen Gottesboten erkennen würden. Muhammad-Ali trug sie alle. Nach dem Glauben der Bahai war er also der Verheißene. Kurze Zeit später nannte er sich Bab und kündigte den Menschen Baha’ullah an, den Gründer der Bahai-Religion.