Hallo, Seppi. Dhimmis waren Nichtmusliminnen und Nichtmuslime, die in einem Land lebten, das von Musliminnen und Muslimen regiert wurde. Sie mussten keine religiöse Steuer, wie die Zakat zahlen und auch nicht im Krieg für die muslimische Herrscher kämpfen. Stattdessen zahlten sie eine besondere Steuer. Dafür standen sie unter dem Schutz der muslimischen Herrscherinnen und Herrscher. Das bedeutet, dass sie dafür sorgen mussten, dass diese Nichtmusliminnen und Nichtmuslime sicher leben konnten.
Für Dhimmis gab es früher keine einheitlichen Kleidervorschriften, die für alle gleich waren. Manchmal wurden besondere Regeln eingeführt, damit die Dhimmis an ihrer Kleidung erkennbar waren. So sollte ihre besondere Stellung in der Gesellschaft sichtbar werden. In einigen muslimischen Reichen hatten Dhimmis eine niedrigere soziale Stellung. Auch dort sollten sie durch bestimmte Kleidung erkennbar sein.
Die Belege aus der Vergangenheit dazu sind nicht ganz eindeutig. Manche berichten, dass Jüdinnen und Juden, Christinnen und Christen oder Menschen mit zoroastrischem Glauben bestimmte Farben tragen mussten – zum Beispiel Gelb, Blau oder Schwarz. Diese Regeln wurden aber nicht immer streng eingehalten.
Und heute gibt es solche Vorschriften in muslimischen Ländern nicht mehr, weil es den Status Dhimmis nicht mehr gibt.