Hallo Anni. Wenn eine katholische Kirche fertig gebaut ist, weiht ein Bischof sie in einem feierlichen Gottesdienst mit der Gemeinde ein. Die Weihe macht die Kirche zu einem Ort, der besonders für das Gebet und die Feier des Gottesdienstes bestimmt ist.
Der Bischof leitet die Feier und bespritzt die anwesenden Menschen, den Altar und die Kirchenwände mit Weihwasser. Das erinnert an die Taufe. Gemeinsam beten die Menschen und bitten Gott um seinen Segen für die neue Kirche. Der Bischof salbt den Altar und einige Stellen an den Wänden mit einem besonderen Öl. Es heißt Chrisam. Kreuze an den Wänden erinnern später an diese Salbung. Weihrauch steigt auf und ist ein Zeichen für die Gebete, die zu Gott aufsteigen. Kerzen werden angezündet. Ihr Licht erinnert an Jesus. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Feier der Messe.
Zwei Wörter für dasselbe
Dieser Akt heißt Kirchweihe oder Konsekration. Beide Wörter meinen dasselbe, Konsekration ist bloß der lateinische Fachbegriff für die Weihe. In manchen Kirchen stehen beide Wörter mit unterschiedlichen Jahreszahlen. Zum Beispiel, wenn das Gebäude einige Jahre nach der ursprünglichen Konsekration umgebaut wurde: Dann gibt es meist eine zweites Weihefeier.
Das Wort Kirchweihe kann auch das Fest meinen, mit dem die Gemeinde jedes Jahr an die Weihe ihrer Kirche erinnert. Mancherorts gehört dazu ein Volksfest, das Kirchweih oder Kirmes heißt.
