Ein heiliger Mann mit orangefarbenen Gewand und Turban sitzt am Straßenrand.
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Kumbh Mela
- das Krugfest
epd-bild/Rainer Hörig
Manchmal kommen mehr als 30 Millionen Menschen aus ganz Indien zu Kumbh Mela, einem der größten Feste der Welt – vor allem viele Wandermönche.
24.02.2013 - 01:27

Kumbh Mela ist Sanskrit und bedeutet Krugfest. Dazu treffen sich Millionen Hindus an einem heiligen Fluss, um sich von allem Schlechten zu reinigen. Das Krugfest findet alle drei Jahre nur einmal statt und ist eines der größten Feste der Welt.

Das Krugfest feiern Hindus nicht allein zuhause im Kreis der Familie. Stattdessen machen sich viele von ihnen auf den Weg nach Prayagraj oder Haridwar am Ganges, nach Ujjain am Shipra oder Nasik am Odha. Diese vier Städte wechseln sich als Gastgeberinnen ab. Da das Krugfest nur alle drei Jahre einmal stattfindet, ist jede der vier Städte nur in jedem zwölften Jahr das Ziel der Pilger.
Dann aber ist das Krugfest für sie eine riesige Herausforderung, denn mehrere Wochen lang strömen Millionen Hindus durch ihre Straßen. Alle ziehen zum heiligen Fluss. Darin tauchen sie mehrmals unter, um mit seinem Wasser alles Schlechte von sich abzuspülen.
Zu den Pilgern gehören auch viele Wandermönche und Asketen. Diese sehr enthaltsam lebenden Hindus heißen Sadhus und gelten in Indien als heilige Männer. Viele von ihnen tragen orangefarbene Gewänder, manche verzichten sogar auf Kleidung und kommen nackt.

Den Rekord an Besucherzahlen hält seit langer Zeit Allahabad. Der Ort ist Hindus besonders heilig, weil dort der Ganges und der Yamuna ineinander fließen. Allein im Jahr 2013 strömten rund 90 Millionen Hindus zum Krugfest dorthin.

Eure Fragen zu Kumbh Mela


Warum feiern Hindus das Krugfest Kumbh Mela?

Mit dem Krugfest Kumbh Mela erinnern sich Hindus an eine besondere Legende. Sie erzählt von einem Kampf der Götter um den Trank der Unsterblichkeit. Danach kämpften in Indien einst Götter und Dämonen verbissen um einen „Kumbh“. Dieser besondere Krug enthielt den Trank der Unsterblichkeit. Die Götter stritten und sollen so heftig an dem Gefäß gerissen und herumgezerrt haben, dass vier Tropfen verschüttet wurden. Dort, wo sie landeten, stehen heute die vier Städte Allahabad, Haridwar, Ujjain und Nasik.

Das Gerangel soll zwölf Götter-Tage lang gedauert haben. Das waren umgerechnet zwölf Menschen-Jahre.

Warum feiern Hindus Kumbh Mela nur alle drei Jahre?