Eine Familie beim Picknick auf einer Wiese mit Wassermelone.
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Lag baOmer
- feiern Juden ein Freudenfest in der Trauerzeit
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Lag BaOmer ist ein jüdisches Freudenfest. An diesem Tag machen viele Familien ein Picknick, beten und feiern zusammen am Lagerfeuer.

Lag baOmer ist ein jüdisches Freudenfest am 18. Ijar. Es ist der 33. Tag der Omerzeit, die Pessach und Schawuot verbindet wie die christlichen Feste Ostern und Pfingsten. Die hebräischen Buchstaben lamed ל und gimel  גhaben den Zahlenwert 33.
Omer war eine Maßeinheit für Gerste und stellt so den Bezug zwischen dem Erntefest Pessach mit der Gerstenernte und dem Erntefest Schawuot mit der Weizenernte her. Die Tage der Gerstenernte wurden gezählt und an ihnen ein Omer in den Tempel gebracht. An Lag baOmer feiern Jüdinnen und Juden das Ende einer Seuche unter den Schülern Rabbi Akibas.

In Israel freuen sich besonders viele Kinder auf Lag baOmer. Dann finden überall sportliche Wettkämpfe statt. Andere unternehmen Ausflüge. Viele Familien treffen sich auch zu einem Picknick am Lagerfeuer, singen, tanzen und beten zu Gott.

Manche Erwachsene fiebern dem Tag aus anderen Gründen entgegen. Denn an ihm sind einige Dinge erlaubt, die in der übrigen Omerzeit verboten sind. Dazu gehören das Rasieren, das Haareschneiden und vor allem das Heiraten. Lag BaOmer ist daher ein sehr beliebter Hochzeitstermin für jüdische Paare.

Für sephardische Jüdinnen und Juden endet die Trauerzeit mit dem 33. Omer-Tag. Viele aschkenasische Jüdinnen und Juden betrauern nach der Unterbrechung noch weitere Tragödien.