Pfingsten
- feiern Christen das Pfingstwunder und den Geburtstag der Kirche
epd-bild/Rolf Zoellner
An Pfingsten feiern viele Christen fröhlich nicht nur das Kommen des Heiligen Geistes, sondern auch den Geburtstag der Kirche.

Pfingsten erinnert Christen daran, dass der Heilige Geist Gottes immer bei ihnen ist. Außerdem feiern viele Gemeinden den Geburtstag der Kirche.

Zu Pfingsten läuten in jeder Kirche die Glocken. Zum Gottesdienst ist die Kirche bunt geschmückt und Pfarrer und Pastorinnen erzählen die Geschichte vom Pfingstwunder.  Daneben gibt es unzählige Bräuche. Ihre Herkunft ist oft umstritten. Zur sanften Pfingstrose gibt es zum Beispiel eine Legende. Danach hat Gott „echte“ Rosen von ihren Dornen und damit vom Leid befreit, nachdem sich am ersten Pfingstfest dreitausend Menschen taufen ließen.

Viele Traditionen haben mit der Religion auch gar nichts zu tun. So verdankt der mit Blumen und Schleifen bunt geschmückte Pfingstochse seinen Namen vermutlich nur dem Termin. Denn stets in der Pfingstzeit trieben die Bergbauern ihre Tiere einst festlich geschmückt auf die Sommeralmen. Und auch die vielen Pfingstfestivals, Pfingstkonzerte und Pfingstturniere in jeder erdenklichen Sportart haben mit dem christlichen Fest fast immer nur das Datum gemeinsam.

Pfingsten heißt auf Latein Pentecoste = Fünfzig, weil es der 50. Tag nach Ostern ist. Diese Tage verbinden Ostern und Pfingsten. Daher hat Pfingsten seinen Ursprung im jüdischen Wochenfest Schawuot, das ebenfalls 50 Tage, also 7 Wochen nach Pessach gefeiert wird. Die meisten Bibelübersetzungen verwenden den missverständlichen Begriff Pfingsten. Die „Bibel in gerechter Sprache“ übersetzt Apostelgeschichte 2: V1 „Als der 50. Tag, der Tag des Wochenfestes, gekommen war, waren sie alle beisammen.“ So wird klar, dass die Jünger Jesu das Schawuot-Fest feierten und bei den rauschenden Feuerflammen an das Erlebnis vom Berg Sinai erinnert wurden.