Das rötlich-braune Sinai-Gebirge vor blauem Himmel.
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Berg Sinai
- für Juden und Christen ein heiliger Ort
epd-bild/Hermine Oberück
Das Sinai-Gebirge ist auf der Halbinsel Sinai in Ägypten. Dort steht auch das Katharinenkloster, wo seit dem 6. Jahrhundert Mönche leben.

Der Berg Sinai ist für Jüdinnen, Juden, Christinnen und Christen ein besonders wichtiger Ort. Der Berg ist unter zwei Namen bekannt, nämlich der Berg Horeb und der Berg Sinai. Im Tanach und in der Bibel steht, dass Gott dort zu Mose, dem Leiter des Volkes Israel, gesprochen hat. Gott soll Mose als ein brennender Dornbusch erschienen sein und ihm später dort seine Gesetze mitgeteilt haben. Dazu gehören auch die Zehn Gebote. Nach ihnen leben noch heute viele Jüdinnen, Juden, Christinnen und Christen. Mose hat sie damals auf eine Steintafel geschrieben. Heute findest du sie in der jüdischen Bibel. Sie heißt auch Tanach und ist außerdem das Erste Testament der Christinnen und Christen.

Die Bibel berichtet außerdem über eine andere Begebenheit auf einem bedeutenden Berg, dem Berg Moria. Danach traf Gott dort auch Abraham als Vertreter des Volkes Israel. Laut Überlieferung schlossen die beiden einen Bund. In diesem "Vertrag" versprach Gott, Abrahams Nachkommen zu einem großen Volk zu machen und ihnen ein eigenes Land zu geben, nämlich das gelobte Land "Kanaan". Abraham sollte dafür versprechen, nicht mehr an andere Götter zu glauben, sondern nur noch an Gott als einzigen Gott. 

Welchen Berg die Überlieferer damals meinten, weiß heute niemand genau. Die Geschichtsforscherinnen und -forscher sind sich noch nicht einig. Einen Berg mit dem Namen Sinai gibt es auf der Landkarte jedenfalls nicht.