Hallo 12345678910. Gründonnerstag wird in verschiedenen Ländern unterschiedlich gefeiert. Alle Christinnen und Christen haben gemeinsam, dass sie sich an diesem Tag an das letzte Abendmahl von Jesus mit seinen Freundinnen und Freunden erinnern.
In vielen katholischen Ländern, zum Beispiel in Spanien oder Italien, gibt es am Abend besondere Gottesdienste. In diesen Feiern wird manchmal auch die Fußwaschung vollzogen: Der Priester wäscht einigen Gemeindemitgliedern die Füße, so wie Jesus es nach der biblischen Überlieferung bei seinen Jüngern getan hat. Am Ende des Gottesdienstes verstummen oft die Kirchenglocken bis zur Osternacht. In evangelischen Gemeinden steht meist ein Abendmahlsgottesdienst im Mittelpunkt. Dort erinnern sich die Menschen an das gemeinsame Essen von Jesus mit seinen Jüngern und feiern selbst das Abendmahl.
Besondere Speisen
In einigen Ländern gehört auch ein besonderes Essen zu diesem Tag. In Deutschland essen manche Familien am Gründonnerstag grüne Speisen, zum Beispiel Spinat oder Kräuter. Das Grün erinnert an neues Leben im Frühling. In Großbritannien werden oft „Hot Cross Buns“ gebacken – süße Brötchen mit einem Kreuz darauf. In Spanien gibt es häufig „Torrijas“, eine Art Arme Ritter.
In manchen Ländern, zum Beispiel in Spanien, Norwegen oder Dänemark, ist der Gründonnerstag sogar ein gesetzlicher Feiertag. Dort haben viele Menschen frei, und auch Schulen bleiben geschlossen. In Deutschland hingegen ist der Gründonnerstag ein normaler Arbeitstag.
Woher kommt der Name?
Der Begriff „Gründonnerstag“ ist übrigens nicht ganz sicher erklärt. Manche vermuten, dass er von dem alten Wort „greinen“ kommt, das „weinen“ oder „klagen“ bedeutet. Andere bringen ihn mit der Farbe Grün in Verbindung, die an neues Leben erinnert. Welche Erklärung genau stimmt, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.