Die Fastenzeit vor Ostern dauert 40 Tage, weil die Zahl 40 in der Bibel eine besondere Bedeutung hat. In der Bibel steht zum Beispiel, dass Jesus 40 Tage in der Wüste fastete. Auch andere Geschichten erzählen von 40 Tagen als Zeitspanne zum Nachdenken und als Vorbereitung auf etwas Neues. Darum entschieden Christinnen und Christen: Das Fasten vor Ostern soll ebenfalls 40 Tage dauern.
Im Kalender liegen zwischen Aschermittwoch und Ostern allerdings 46 Tage. Die Sonntage zählen nämlich nicht als Fastentage, denn jeder Sonntag erinnert ohnehin an die Auferstehung von Jesus. Er gilt also als kleiner Feiertag, auch außerhalb der Fastenzeit.
Darum beginnt die Fastenzeit am Aschermittwoch und dauert bis Ostern. Zieht man die sechs Sonntage von Aschermittwoch bis Palmsonntag ab, bleiben genau 40 Fastentage übrig. Genug Zeit, um sich bewusst auf das Osterfest vorzubereiten.
Nicht nur vor Ostern
Es gibt im Christentum auch andere Zeiten des Verzichts, zum Beispiel im Advent vor Weihnachten. Diese dauern jedoch nicht 40 Tage und sind meist weniger streng geregelt. Die 40 Tage beziehen sich besonders auf die Fastenzeit vor Ostern.