Ein Kreuz vor blauem Himmel

Hat das Judentum noch einen anderen Namen?

Der Glaube von Abraham und seinen Nachfahren an den einen Gott hieß noch nicht immer Judentum. Der Name entwickelte sich erst im Mittelalter. Vorher wurden die Anhänger dieser Religion Volk Gottes, Hebräer, Israeliten und Judäer genannt.

In der hebräischen Bibel ist vom Volk Gottes oder vom Bundesvolk die Rede.

Später hieß das Volk Gottes Hebräer. Das hebräische Wort bedeutet "Grenzgänger“ und hat eine doppelte Bedeutung. Zum einen überschritt Abraham mit seinem Glauben an den einen Gott eine Glaubensgrenze, denn bis dahin hatten die Menschen viele Götter nebeneinander verehrt. Zum anderen hat Abraham seinen Glauben auf seinem Weg ins Land Kanaan auch noch über eine Landesgrenze hinweg getragen.

Noch später nannte man Abrahams Nachfahren nach seinem Enkel Jakob die Kinder Israels oder Israeliten. Denn Jakob trug auch den Namen Israel. Das bedeutet "Gottesstreiter".

Nach der Zerstörung des Tempels verbannten die Babylonier einen Teil der Israeliten aus Jerusalem in den Süden. Die Region hieß Juda und gab den vertriebenen Nachfahren Abrahams den Namen Judäer. Aus ihm entwickelte sich schließlich der Name Juden für die Angehörigen des Judentums. Er bedeutet „die Dankbaren“.

Hat das Judentum noch einen anderen Namen?
Judentum
Frage: Nino  //   Antwort: Debora Lapide, jb

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