Ein Kreuz vor blauem Himmel

Wie heißen die Antworten des Judentums auf die Fragen Woher komme ich? Wozu lebe ich? und Wohin gehe ich?

Nach dem Glauben der Juden kommen die Menschen von Gott, sollen seine Liebe verbreiten und bleiben auch nach dem Tod bei ihm. Das erzählt in vielen Geschichten die hebräische Bibel, der Tanach. Er ist auch das Alte oder Erste Testament der Christen:

Woher komme ich?

Die Bibel erzählt, dass Gott die Menschen geschaffen hat. Deshalb kommen sie nach dem Glauben der Juden, Christen und anderer von IHM. Er hat es ihnen ermöglicht Kinder zu bekommen, und damit Eltern und „Mitschöpfer“ zu werden.
(Schöpfungsgeschichte im 1. Buch Mose, 1-2)

Wozu lebe ich?

Nach der Bibel vergab Gott Aufgaben an alle Geschöpfe. Nach dem Glauben der Juden, Christen und anderer hat er Abraham und damit alle Menschen dazu aufgerufen, seine Liebe in der Welt zu verbreiten und die Schöpfung zu bewahren. Das heißt, dass die Menschen im Leben füreinander da sein, sich umeinander kümmern und in Frieden miteinander leben sollen. Außerdem haben sie die Aufgabe, die Natur zu erhalten und verantwortungsvoll mit der Umwelt umzugehen.

Viele Geschichten in der jüdischen Bibel und auch im Zweiten Testament der Christen erzählen davon, wie die Menschen miteinander und mit Gott leben sollen.
Um Gerechtigkeit geht es zum Beispiel in der Geschichte um Sodom und Gomorra  im 1. Buch Mose, 12,5. Die Liebe zu Gott und die Liebe unter den Menschen steht unter anderem im 5. Buch Mose 6, 4 bis 7 und im Markus Evangelium 12, 29 und 30 im Mittelpunkt.
Über allem steht: Gott zwingt die Menschen zu nichts, sondern überlässt ihnen selbst die Verantwortung für ihr Leben. Dazu heißt es im 5. Buch Mo.30, 19: „... Leben und Tod habe ich euch vorgelegt, Segen und Fluch; so erwähle nun das Leben, auf dass du am Leben bleibest, du und deine Nachkommen.“

Wohin gehe ich?

Juden glauben, dass die Menschen immer bei Gott sind – schon vor ihrer Geburt, während ihres Lebens auf der Erde und in ihrem Leben nach dem Tod. Dort sehen sie sich alle wieder.

Auch dazu gibt es viele Geschichten in der Bibel. Zum Beispiel steht im 1. Buch Mose, 25,8, dass Abraham im hohen Alter mit dem Leben abschloss, starb und sich zu seinen Vorfahren  gesellte. Und im 1. Buch Samuel, 28 lässt der verstorbene Samuel dem lebenden Saul über eine Totenbeschwörerin den Ablauf einer bevorstehenden Schlacht voraussagen.


Wie heißen die Antworten des Judentums auf die Fragen Woher komme ich? Wozu lebe ich? und Wohin gehe ich?
Judentum
Frage: EJ  /  Antwort: Debora Lapide, Jane Baer-Krause

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