Ein Junge in weißer Kleidung und mit weißem Hut beim islamischen Beschneidungsfest.
© Annett Abdel-Rahman
Beschneidung im Islam
- ist für Jungen ein Gebot, bei Mädchen verboten
Annett Abdel-Rahman
Zur Beschneidung eines muslimischen Jungen wird ein Fest gefeiert.

Wie für Juden ist auch für Muslime die Beschneidung ein Zeichen für ihren Bund mit Gott. Anders als im Judentum ist sie im Islam aber keine Pflicht, sondern eine Empfehlung des Propheten Mohammed. Im Koran steht sie nicht. 

Fast alle muslimischen Männer sind beschnitten. Manche erleben die kleine Operation schon als Baby, viele als Kinder oder als Jugendliche. 
In manchen Ländern feiern Muslime mit der ganzen Familie ein Beschneidungsfest. In der Türkei fällt es besonders prachtvoll aus. Muslime in Ägypten und manchen anderen Ländern feiern die Beschneidung nicht.


Schon der Prophet Abraham war beschnitten. Auch der Prophet Mohammed hat dazu aufgerufen. Daher ist die Beschneidung für viele Muslime in allen Teilen der Welt ein wichtiges religiöses Gebot, auf das sie nicht verzichten wollen. Die Beschneidung von Mädchen ist im Islam dagegen verboten, so wie auch in allen anderen Religionen und in fast allen Ländern der Welt.

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