Diaspora
- Leben in einer kleinen Gemeinschaft unter Fremden
epd-bild/Debbie Hill
Israel ist der einzige Staat der Welt, in dem Juden die Mehrheit der Bevölkerung bilden.
03.02.2021 - 17:57

Das griechische Wort Diaspora bedeutet Verstreuung. Gemeint war damit ursprünglich das Leben von Jüdinnen und Juden in kleinen Siedlungen mitten in Gesellschaften, deren Bewohner eine andere Geschichte, Nationalität, Kultur und Religion hatten.

Nach der Zerstörung des jüdischen Tempels vor rund 2000 Jahren mussten viele Jüdinnen und Juden ihre Heimat verlassen. Sie lebten danach auf der ganzen Welt in kleinen jüdischen Siedlungen und später in Palästina als Minderheit. Denn die Gesellschaft um sie herum folgte zuerst den Regeln des Heidentums, später auch den Geboten anderer Religionen mit anderen Ritualen, Bräuchen, Festen und Werten.

Heute ist auch von einem Leben in der Diaspora die Rede, wenn Jüdinnen und Juden als Minderheit in einer fremden Umgebung leben.