Weißer, buddhistischer Stupa vor blauem Himmel.
© epd-bild/Norbert Neetz
Stupa
- Gebäude mit Erinnerungen an Buddha
epd-bild/Norbert Neetz
Dieser Stupa steht in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Darin befindet sich die Asche des Königs Ponhea Yat, der von 1404 bis 1467 gelebt hat.
30.03.2014 - 14:29

Ein Stupa ist ein kleines Bauwerk oder ein Grab- oder Verehrungshügel. Darin bewahren Buddhistinnen und Buddhisten Dinge auf, die für ihre Religion heilig sind oder sehr viel bedeuten.

Oft ist ein Stupa ein kleines Bauwerk mit einer bedeutungsvollen Form. Zum Beispiel ruht auf einem quadratischen Sockel mit drei Etagen eine umgekippte „Tüte“. Sie besteht aus acht Ringen. Oben weist eine Spitze in den Himmel.

Hier stehen

  • Der Sockel für den Glauben an den Buddha
  • die vier Ecken des Sockels für die vier edlen Wahrheiten des Glaubensbekenntnisses
  • die drei Etagen des Sockels für die dreifache Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha
  • die acht Ringe der „Tüte“ für den Edlen Achtfachen Pfad
  • und der Himmel, in den die Spitze zeigt, für das Nirwana.

Türen und Fenster gibt es nicht. Im Inneren sind oft wertvolle Behälter eingemauert. Sie enthalten oft Reliquien. Das sind Asche, Knochen, Zähne oder andere Überbleibsel eines Heiligen oder einer anderen Person, die in einer Religion ganz besonders verehrt wird.
In jüngeren Stupas befinden sich auch andere Erinnerungsstücke an den Buddha oder Texte aus heiligen Schriften.

Viele Stupas sind schon mehr als 2000 Jahre alt. Sie stammen noch aus der Zeit des Königs Ashoka und stehen vor allem in Tibet oder Nepal und sind oft weit entfernt von anderen Häusern. König Ashoka war nach einer schrecklichen Schlacht im Buddhismus zur Ruhe gekommen und ein eifriger Gegner von Gewalt und ebenso eifriger Vertreter des friedlichen Zusammenlebens geworden.