Weihnachtsplätzchen
- erinnern an die Fastenzeit
epd-bild/Anke Bingel
In der Adventszeit backen viele Menschen Weihnachtsplätzchen.

In vielen christlichen Familien duftet es im Advent besonders gut. Dann werden Lebkuchen und Plätzchen gebacken, oft mit den Gewürzen Zimt, Vanille, Anis oder Kardamom. Plätzchenrezepte gibt es sehr viele, für jeden Geschmack ist etwas dabei. 

Aber woher kommt die Tradition der weihnachtlichen Kekse? Es gibt mehrere Erklärungsgeschichten, woher die Süßigkeiten stammen. Das Gebäck soll eigentlich daran erinnern, dass der Advent früher eine Fastenzeit war. Damals verzichteten viele Menschen vor Weihnachten auf die Mahlzeiten. Um den größten Hunger zu stillen, knabberten sie ein wenig an kleinen Keksen herum. Diese bestanden aus Zutaten, die gut gelagert werden konnten, denn es gab ja noch keine Kühlschränke. Eine andere Entstehungsgeschichte erzählt, dass die Idee zu den Weihnachtsplätzchen in mittelalterlichen Klöstern entstand. Denn damals wurden Plätzchen in Klöstern gebacken. Dort waren die seltenen Gewürze verfügbar, die sich die übrige Bevölkerung nicht leisten konnte. Die Mönche verteilten die köstlichen Backwaren dann vor Weihnachten als Geschenk an Arme. Die enthaltenen Zutaten, darunter vor allem Zucker, erzeugen nämlich Glücksgefühle. 

Heute naschen wir das leckere Gebäck meist zusätzlich zu unseren regulären Mahlzeiten. Und trotzdem hat die Weihnachtsbäckerei auch heute noch eine schöne Bedeutung: Mit den geschenkten Plätzchen können wir anderen eine Freude bereiten. Außerdem kannst du dich mit deinen Freundinnen und Freunden zum Backen verabreden und dabei Spaß haben. Und ihr könnt beim Kneten und Ausstechen Gedanken über Weihnachten und euren Glauben austauschen. Einige Rezepte für leckere Plätzchen findest du im Kasten rechts. Probiere es doch einfach mal aus und bereite anderen eine süße Freude. 

Das Wort Plätzchen ist übrigens die Verniedlichungsform des Wortes "Platz", das damals einen flachen Kuchen bezeichnete.