Das Wort „Kalligraphie" kommt aus der Sprache der alten Griechen. Es besteht aus zwei Teilen: Kalli bedeutet schön und Graphie bedeutet schreiben. Zusammen heißt es also: die Kunst des schönen Schreibens.
Bei der Kalligraphie werden Buchstaben und Wörter nicht einfach schnell hingeschrieben. Sie werden langsam, achtsam und oft spielerisch gemalt. Die Hand bewegt sich ruhig, und jede Bewegung ist wichtig. Für die Kalligraphie gibt es viele besondere Werkzeuge: verschiedene Stifte, Pinsel und bunte Tinten.
Wer das Kalligraphieren lernt, übt verschiedene Techniken ein. Gleichzeitig darf jede Künstlerin und jeder Künstler ausprobieren, wie die Buchstaben für sie oder ihn am schönsten aussehen.
Im Islam hat Kalligraphie eine besondere Bedeutung
In der Kalligraphie zeigen Menschen auch ihre Gefühle. Jede Kalligraphin und jeder Kalligraph lässt die Buchstaben in ihrer schönsten Form erscheinen. Dafür brauchen sie Ruhe, Mut zum Ausprobieren und Neugier, wie Wörter aussehen können, wenn sie kunstvoll geschrieben sind.
Im Islam hat die Kunst des schönen Schreibens eine besondere Bedeutung. Viele Musliminnen und Muslime lieben die Buchstaben und Wörter aus dem Koran. Wenn sie diese Wörter kalligraphieren, möchten sie auch die Schönheit der Schöpfung Gottes zeigen. Deshalb ist diese Kunstform für sie sehr wichtig.
In vielen islamischen Gebetsräumen hängen keine Bilder an den Wänden. Stattdessen schmücken schön geschriebene Worte aus dem Koran die Wände. Diese Worte werden kalligraphisch gestaltet, also besonders kunstvoll und sorgfältig geschrieben.