Yajurveda

- das Buch der religiösen Zeremonien im Hinduismus
Text von

Der Yajurveda ist die dritte von vier heiligen Schriften des Hinduismus, den Veden. Die anderen drei Veden heißen Rigveda, Samaveda und Atharvaveda.

Yajurveda bedeutet "Wissen über Gebete und Opfer". Der Yajurveda erklärt, wie religiöse Zeremonien und Feuerrituale durchgeführt werden sollen. Er legt fest, welche Gebete gesprochen werden und was die Priester während der Rituale tun müssen.

Es gibt zwei Formen des Yajurveda

1. Die erste Version ist der Shukla-Yajurveda, auch Weißer Yajurveda genannt. Hier stehen die Gebete und die Erklärungen dazu voneinander getrennt.
2. Die zweite Version ist der Schwarze Yajurveda. Hier sind Gebete und die Erklärungen dazu miteinander vermischt.

Der Yajurveda hat vier Teile, die miteinander verbunden sind

  • Es gibt vier Samhitas, das sind heilige Verse und Mantras, die Hindus bei Ritualen singen.
  • Es gibt vier Brahmanas, die Erklärungen zu den Ritualen geben.
  • Es gibt vier Aranyakas, bei denen es um Meditation und Nachdenken geht, also wie Hindus über ihr Leben nachdenken.
  • Es gibt vier Upanischaden, bei denen es um Fragen zum Leben und zur Welt geht, zum Beispiel warum es die Welt gibt.

Bedeutung des Yajurveda heute

Besonders bekannt ist die Isha-Upanishad. Sie lehrt, dass alles Leben miteinander verbunden ist. Der Mensch soll der Welt darum mit Sorgfalt und Respekt begegnen.

Bis heute spielt der Yajurveda bei vielen hinduistischen Ritualen und Festen eine wichtige Rolle, zum Beispiel bei der Hochzeit oder bei der Beerdigung.