Den meisten Christinnen und Christen ist ein friedliches Zusammenleben sehr wichtig. Ihr Vorbild Jesus war immer für andere da und half Menschen in Not. Damit zeigte er, was Nächstenliebe bedeutet: Für Jesus spielte es keine Rolle, ob ein Mensch arm oder krank war, eine Behinderung hatte oder ob er schlechte Dinge in seinem Leben getan hatte.
Von Strafen und Gewalt hielt Jesus nichts. Er hatte alle Menschen gern: so, wie sie waren. Und er half jedem und jeder, ein besserer Mensch zu werden oder wieder gesund zu werden.
Die Botschaft von der Liebe, die Jesus lehrte, steht in der Bibel. Weil sie so wichtig ist, nennen Christinnen und Christen sie die „Goldene Regel". Dort heißt es: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen!“ (Matthäus 7,12). Würden alle Menschen nach der Goldenen Regel leben, gäbe es keine Gewalt mehr auf der Welt. Denn niemand möchte, dass ihm oder ihr weh getan wird.
Jesus sagt: Liebe auch deine Feinde!
Jesu Liebe ging sogar so weit, dass er die Menschen dazu aufrief, auch ihre Feinde zu lieben. In der Bergpredigt sagte er zu seinen Jüngern: „Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere hin." Diese Aufforderung bedeutet nicht, dass wir alles mit uns machen lassen sollen. Sie bedeutet, dass wir auf Gewalt nicht mit Gewalt reagieren dürfen, weil die Gewalt dadurch nur immer größer wird.
Auch im Christentum gibt es leider Menschen, die Gewalt anwenden, obwohl die Botschaft von Jesus Christus die Liebe und Vergebung ist. In der Geschichte des Christentums sind dabei viele schreckliche Dinge passiert. Menschen haben Kriege geführt, weil sie wollten, dass alle Menschen zu Christus gehören. Sie wollten auf diese Weise auch in den Besitz von neuen Ländern kommen und haben anderen Menschen oder ganzen Völkern großes Leid angetan. Das ist nicht in Ordnung und steht im Widerspruch zur Liebe, die Jesus Christinnen und Christen vorgelebt hat.
