Welche Traditionen gibt es zur christlichen Fastenzeit?

Fastentuch bedeckt Altarkreuz
epd-bild/Gerhard Bäuerle
Ein Fastentuch bedeckt das Altarkreuz in der Michaelskirche in Ammerbuch-Entringen (Foto). Der Brauch, Altarkreuze mit Tüchern zu verhüllen, geht vermutlich auf das 11. Jahrhundert zurück und stellt eine symbolische Trennung von Gott dar.
Emma.F
Text von

Eine bekannte Tradition in der Zeit vor Ostern ist, dass in vielen Kirchen Kreuze und Bilder mit Tüchern verhüllt sind. Das soll Menschen helfen, sich auf das Wichtigste zu konzentrieren: auf Jesus und sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung.
Viele Menschen entscheiden sich auch dazu, auf etwas zu verzichten: Zum Beispiel auf Süßigkeiten, Fernsehen oder das Handy. Sie fasten. Dieser Verzicht soll helfen, achtsam zu leben und mehr Zeit zum Nachdenken, Beten oder Helfen zu haben. Andere Menschen nutzen die Fastenzeit, um bewusst Gutes zu tun, zum Beispiel anderen eine Freude zu machen oder Zeit mit Freundinnen und Freunden zu teilen.

Fastenzeit in Gemeinschaft

In evangelischen Gemeinden gehört oft ein Schuldbekenntnis oder ein Fastengottesdienst dazu. Dort denken die Menschen darüber nach, was ihnen im Leben wichtig ist, und bitten Gott um Hilfe und Vergebung. Viele Christinnen und Christen beten auch besondere Lieder oder Texte, die zur Fastenzeit passen. Andere Traditionen können regional unterschiedlich sein: In manchen Familien gibt es Fastensuppen. An einigen Orten treffen sich Menschen zum gemeinsamen Bibellesen oder Austausch. 
Wichtig ist bei alledem nicht nur der Verzicht, sondern auch das Erinnern an Liebe, Hoffnung und neues Leben, Das alles feiern sie es an Ostern.

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