Ein Jude mit weißem Gebetsmantel, der Tallit heißt, und Gebetsriemen, die Tefillin genannt werden.
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Wie beten Juden, was tragen sie dabei und was brauchen sie dazu?
18.04.2013 - 14:46
Für das Morgen-Gebet legen Männer morgens die Gebetsriemen und den Gebetsschal an. Die Riemen heißen Tefillin, der Schal Tallit. Außerdem haben Männer beim Beten die Kippa auf dem Kopf. Das Käppchen ist ein Zeichen der Ehrfurcht vor Gott. Viele Juden tragen es den ganzen Tag über. In liberalen jüdischen Gemeinden tragen auch Frauen einen Gebetsschal und eine Kippa.

Viele Gebete werden aus dem Gebetbuch gelesen. Es ist auf Hebräisch geschrieben. Deshalb lernt jedes jüdische Kind diese Sprache, auch wenn es nicht in Israel aufwächst. Manche Juden schaukeln beim Beten mit dem Oberkörper vor und zurück. Der Grund dafür steht in der Bibel in Ps. 35, 10: „Alle meine Gebeine sollen sagen: HERR, wer ist dir gleich?“ Das bedeutet, dass Juden mit ihrem ganzen Körper Gott loben wollen. Viele Juden finden diese Gebetshaltung sehr praktisch: Die Bewegungen des Körpers helfen ihnen beim Auswendiglernen.