Hosea
- redete den Menschen ins Gewissen
Autor unbekannt/Wikimedia
Hosea mit erhobener Hand, Klosterneuburger Evangelienwerk, um 1340

Der Prophet Hosea war ein Prohet im Nordreich Israels. Er redete den Menschen sehr ins Gewissen, weil er gemäß der Tora jeden Götzendienst ablehnte. Die Bibel des Judentum und Christentum erzählt, dass er auch die Herrscher scharf verurteilte, die ohne Pflichtgefühl nur ihre eigenen Interessen verfolgten. Ebenso predigte er, dass ein Spaßleben im Luxus Schande ist. Damit machte er sich unter den Herrschern und Reichen viele Feinde.

Außerdem forderte Hosea das Volk Israel auf, sich aus der großen Politik raus zu halten. Bündnisse mit den falschen Staaten würden Gott nur verärgern. Stattdessen ermahnte er die Israeliten, sich mehr um das religiöse Leben und ihr Vertrauen zu Gott zu kümmern. Vor allem sollten sie darauf achten, dass die Menschen besser zwischen Gut und Böse unterscheiden können und sich immer richtig verhalten, damit sie Gottes Liebe auch verdienten.

Hosea war mit der Prostituierten Gomer verheiratet, um dem Volk Gottes Verletztheit zu zeigen. Gott fühlte sich wie ein Mann, der von seiner Frau betrogen wird. Mit ihr hatte er drei Kinder. Die Töchter hießen Lo-Ruchama, "diejenige, die kein Erbarmen findet", und Lo-Ammi, "nicht mein Volk". Diese Namen waren als Botschaft Gottes an sein Volk gedacht. Im nächsten Kapitel schon macht Gott diese Namen rückgängig: „Nennt eure Brüder "Mein Volk", und eure Schwestern: "Begnadigte" (Hos. 2,3).