Ein blondes Mädchen trägt einen Kranz mit brennenden weißen Kerzen auf dem Kopf.
© epd-bild / Rolf Zöllner
Lucia
- die Heilige bringt das Licht
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Vor allem die Schweden feiern den Namenstag der heiligen Lucia mit einem Fest am 13. Dezember.
12.12.2014 - 16:07

Viele Christen freuen sich elf Tage vor Weihnachten auf den Namenstag der heiligen Lucia. Die Christin lebte im dritten Jahrhundert nach Christi Geburt in Sizilien. Damals wurden die Christen verfolgt. Sie durften sich nicht zu erkennen geben oder mussten sich verstecken. Laut Überlieferung brachte Lucia den Menschen damals in der dunkelsten Jahreszeit das Licht. Darüber gibt es verschiedene Legenden.

Eine Legende erzählt, dass Lucia ihre kranke Mutter pflegte. Diese wollte ihre Tochter mit einem Mann verheiraten. Doch Lucia hatte andere Pläne. Sie wollte ihr Leben nur Jesus widmen. Das wagte sie ihrer Mutter jedoch nicht zu erzählen.
Eines Tages reiste Lucia gemeinsam mit ihrer Mutter zum Grab der heiligen Agatha. Dort betete Lucia den ganzen Tag und bat die Schutzpatronin um Hilfe. Und tatsächlich: Die Mutter wurde wieder gesund.
Nun fasste sich Lucia ein Herz und gestand der Mutter ihren Wunsch, die geplante Hochzeit abzusagen und ins Kloster zu ziehen. Aus Dankbarkeit über ihre neu erlangte Gesundheit willigte die Mutter ein.
Dem Bräutigam gefiel das jedoch ganz und gar nicht. Aus Wut und Enttäuschung zeigte er Lucia beim Richter an. Er ließ damals Christen verfolgen und töten. Und dieses Schicksal ereilte auch Lucia.

Nach einer anderen Legende half Lucia vielen Christen, die sich in Höhlen versteckt hatten. Lucia brachte ihnen Essen und Trinken. Um den Weg zu finden, setzte sie sich einen Kerzenkranz auf den Kopf. Auch nach dieser Legende verriet ihr Verlobter Lucia an den Richter und dieser verurteilte sie zum Tode.
 

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Wie feiern Christen Lucia?